So wird Mainz-Trainer Sandro Schwarz gefeiert

Er setzt sich ein für Lesben, Schwule, Transgender und Intersexuelle und stellt sich rassistischen Pöbeleien entgegen: Mainz 05-Trainer Sandro Schwarz zeigt schon vor dem ersten Bundesligaspiel ungewöhnliches Engagement. Dafür wird er jetzt gefeiert.

So wird Mainz-Trainer Sandro Schwarz gefeiert

Das erste Spiel der neuen Bundesliga-Saison ist noch nicht einmal angepfiffen, da gibt es schon den ersten Gewinner: Mainz-Coach Sandro Schwarz. Denn gleich mit mehreren Aktionen sorgte der 40-jährige Trainer für Aufsehen.

Ende Juni, einen Tag vor dem Trainingsstart der 05er, trat er als Schirmherr der Mainzer Sommerschwüle auf. Dass ein Bundesligatrainer sich öffentlich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Transgender und Intersexuellen stark macht, ist durchaus ungewöhnlich.

„Liebe ist doch das schönste Gefühl“

Im Merkurist-Interview sagte er zu seinem Engagement: „Liebe ist doch das schönste Gefühl, das es gibt. Ich bin ein emotionaler Mensch und empfinde die Situation, nicht man selbst sein oder lieben zu können, wen man eben liebt, als schlimm.“ Gerade im Sport müssten noch einige ihre Liebe verstecken. Das Fußball-Magazin „Fums“ teilte das Zitat in den sozialen Medien, allein auf Instagram erhielt es schon mehr als 4000 Likes.

Am vergangenen Wochenende zeigte Schwarz wieder klare Kante. Bei der Partie zwischen Mainz 05 und einer Rheinhessen-Auswahl soll er gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Hofmann auf die Tribüne gegangen sein und beleidigende – und vermutlich auch rassistische – Rufe einer gegnerischen Fangruppe unterbunden haben.

„Geilster Typ der Liga“ - Magazin „11 Freunde“ über Mainz-Coach Sandro Schwarz

Das Magazin „11 Freunde“ feierte ihn daraufhin als „geilsten Typen der Liga“ — ein Ehrentitel, der bisher für den Freiburger Coach Christian Streich reserviert war. „Mainz-Trainer Sandro Schwarz stellt sich rassistischen Beleidigungen entgegen und tritt aktiv gegen Homophobie und Sexismus ein“, heißt es in dem Beitrag. Allerdings hänge er das nicht an die große Glocke, denn: „Schwarz handelt ganz im Stil des Vereins.“ (js)

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