Mainz soll erstes foodsharing-Café bekommen

Am Samstag (15.10.) dreht sich bei einem Pop-up-Event auf dem Gutenbergplatz alles um gerettete Lebensmittel.

Mainz soll erstes foodsharing-Café bekommen

Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll – und das allein in Deutschland. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und Lösungen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vorzustellen, veranstaltet das „Café Rettich“ am Samstag (15.10.) auf dem Gutenbergplatz das erste Mainzer Pop-up foodsharing-Café. Die mobile Küche stellt der Kochbus der rheinland-pfälzischen Landeszentrale für Umweltaufklärung zur Verfügung.

Von 10 bis 17 Uhr werden im überdachten Pop-up-Café frisch zubereitete Gerichte aus geretteten Lebensmitteln angeboten. Bildungsaktionen zur Lebensmittelrettung sowie ein Gewinnspiel stehen ebenfalls auf dem Programm. Vor allem soll aber das Konzept des in diesem Jahr gegründeten Café Rettich e.V. der Mainzer Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die Hintergründe des „Café Rettich“

Hervorgegangen ist der Verein aus der Arbeitsgruppe Politik von „foodsharing Mainz“. Diese erarbeitete auch gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Resolution, nach der Mainz im Februar dieses Jahres offiziell zur foodsharing-Stadt erklärt wurde. „Die Idee eines foodsharing-Cafés kam schon im Herbst 2021 auf“, erinnert sich Gründungsmitglied Alexander Mroß. „In den Vorgesprächen zur Resolution mit der Stadt Mainz wurde das Vorhaben dann konkretisiert.“ Ein Vorbild sei die ‘Raupe Immersatt’ in Stuttgart gewesen, das erste foodsharing-Café in Deutschland. Ähnlich wie in Stuttgart soll es im „Café Rettich“ nicht nur einen Café-Betrieb mit kostenlosen geretteten Lebensmitteln sowie Getränken geben, deren Preise die Kunden selbst festlegen können. Auch Bildungs- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Lebensmittelrettung sind geplant.

Das Pop-up foodsharing-Café auf dem Gutenbergplatz ist der erste öffentliche Auftritt des „Café Rettich“. Die Eröffnung eines festen Standorts könne schon im Frühjahr oder Frühsommer 2023 möglich sein, so Mroß. Dafür fehlen momentan jedoch noch das Geld und der Standort. Obwohl der Verein weiterhin in engem Austausch mit der Stadt und insbesondere dem Mainzer Umweltdezernat stehe, könne dieses bei der konkreten Umsetzung nur bedingt helfen. „Die Stadt ist natürlich in das Projekt eingebunden und unterstützt und berät uns bei Dingen wie der Raumsuche oder Fördermöglichkeiten.“ Gelder von der Stadt stünden für das Vorhaben momentan jedoch nicht zur Verfügung. Stattdessen will das Team noch in diesem Winter eine Crowdfunding-Kampagne für das zu eröffnende „Café Rettich“ starten.

Das Pop-up foodsharing-Café vom Café Rettich e.V. in Kooperation mit dem Kochbus RLP ist am Samstag (15.10.) von 10 bis 17 Uhr auf dem Mainzer Gutenbergplatz zu finden. Weitere Informationen zum Café Rettich sowie Spendenmöglichkeiten findet ihr auf www.cafe-rettich.de.

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