Schott Mainz vor Pokal-Kracher: Weltmeister sitzt nur auf der Bank

Gibt es am Ende vielleicht die Sensation? Am Sonntag kämpft der TSV Schott Mainz gegen Hannover 96 um den Einzug in die 2. Runde des DFB-Pokals. Die Mainzer sind zwar Außenseiter, aber sie wollen dem Zweitligisten einen harten Schlagabtausch bieten.

Schott Mainz vor Pokal-Kracher: Weltmeister sitzt nur auf der Bank

Die Vorfreude bei den Fans und im Verein ist riesengroß: Am Sonntag steht der TSV Schott Mainz zum ersten Mal in seiner Geschichte in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Gegner im Stadion am Bruchweg ist Hannover 96. Auch wenn der Zweitligist Favorit in dieser Partie ist, wollen die Mainzer alles geben, um die Sensation zu schaffen.

Kölner Schott-Fanclub schon heiß auf Partie

Wie der stellvertretende Manager des Vereins, Christian Hessel, im Gespräch mit Merkurist sagt, sei die Stimmung in der Mannschaft, dem Verein sowie auch allen anderen Abteilungen bei Schott sehr gut. Man freue sich über die Aufgabe am Sonntag. In den letzten Tagen und Wochen hätten Mitglieder anderer Abteilungen, unter anderem bei Fan-Aktionen, schon zahlreiche Banner für den Pokal-Fight gegen Hannover gebastelt. „Auch unser Schott Mainz-Fanclub aus Köln ist schon sehr gespannt auf die Partie“, so Hessel. Die Kölner Schott-Fans würden schon am Samstag anreisen und dann am Tag darauf auf den Stehplätzen für ordentlich Stimmung sorgen.

Zudem seien bereits Tausende Tickets im Vorfeld des DFB-Pokal-Spiels verkauft worden. Die Schott-Fans seien aufgefordert, alle in blau zu kommen, so Hessel. Für alle, die ihre besondere Verbundenheit zu Schott Mainz zeigen wollen, wird es am Sonntag auch einen speziellen Fan-Schal zum Sonderpreis von fünf Euro geben. Indes wartet die Mannschaft selbst auch schon voller Vorfreude auf das Pokalspiel und hat sich dafür einiges vorgenommen.

Man könne die aktuelle Stimmung im Team in etwa als „kontrollierte Euphorie“ bezeichnen, sagt Hessel. Und weiter: „Wir wissen, dass wir der Underdog sind, aber wir wollen unsere Chance nutzen, auch wenn Hannover natürlich der Favorit ist.“ Sollte es der TSV Schott Mainz bis in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen schaffen, habe man sich auf letzteres aber nicht speziell vorbereitet. „Es ist schwierig, ein Elfmeterschießen zu simulieren, deshalb haben wir es auch nicht trainiert“, so Hesse. Dafür habe man eine gute Vorbereitung gespielt und zuletzt auch ein Turnier in Waldalgesheim gewonnen.

Weltmeister am Bruchweg nur auf Bank

Mit dem, was sich aktuell im Umfeld von Hannover 96 abspiele, habe man sich nicht beschäftigt, sagt Hesse. Dort war unter der Woche der langjährige Hannover-Boss Martin Kind als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH mit sofortiger Wirkung „aus wichtigen Gründen“ abberufen worden, wie der Zweitligist mitteilte. Zudem wird bei den Niedersachsen nicht Weltmeister Ron-Robert Zieler im Tor stehen. Für den etablierten Keeper wird stattdessen der 26-jährige Ersatzmann Leo Weinkauf seine Chance erhalten. Ob das Schott am Ende womöglich in die Karten spielt?

Bei Schott ist man jedenfalls voll fokussiert auf den Sonntag. „Wir freuen uns auf das Spiel und hoffen natürlich, die Sensation zu schaffen“, sagt der stellvertretende TSV Schott Mainz-Manager Christian Hessel. Wie das Spiel dann letztlich ausgeht, können die Fans am Sonntag ab 15:31 (!) Uhr im Stadion am Bruchweg miterleben. Und am Ende könnten die Schott-Fans dann „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ rufen.

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