Uni ruft Mainzer Medizinstudenten zur Hilfe auf

Gesundheitsämter und Krankenhäuser sind im Moment besonders belastet. Deshalb sind nun auch Mainzer Medizinstudenten und Ärzte im Ruhestand zum Helfen aufgerufen.

Uni ruft Mainzer Medizinstudenten zur Hilfe auf

Deutschland ist im Ausnahmezustand: Deshalb ist Hilfe leisten gerade besonders wichtig, wie auch der Präsident des Robert-Koch-Institut Dr. Lothar H. Wieler in einer Pressekonferenz am Montagmorgen sagte. Er rief dazu auf, dass auch Medizinstudenten die Gesundheitsämter unterstützen sollen. Dem schloss sich auch die Mainzer Johannes Gutenberg-Universität an.

Aufruf des RKI

Die Mainzer Uni teilte den Aufruf des RKI: „Das Robert Koch-Institut sucht Unterstützungspersonal im Krisenmanagement zur Eindämmung der COVID 19-Infektionen in Deutschland.“ Das RKI bittet um Einsendung der Bewerbungsunterlagen bis zum 31. März (alle weiteren Infos). Aufgerufen sind demnach nicht nur Medizinstudenten, sondern auch Studenten anderer wissenschaftlicher Studiengänge, die bereit seien, ein Urlaubssemester einzulegen, so die JGU.

Auch die Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, wandte sich in einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag an die Studenten und Ärzte im Ruhestand: „Wir haben die Studierenden in Rheinland-Pfalz auch angeschrieben mit der Aufforderung, in den verschiedenen Bereichen unterstützend tätig zu sein.“ In Betracht kämen die Beratung in den Hotlines, die Fieberambulanzen oder auch die Möglichkeit, in Krankenhäusern und Pflegeinrichtungen zu unterstützen, so die Ministerin. „Wir haben darüber hinaus auch die Ärztinnen und Ärzte der Landesärztekammer angeschrieben, die gerade in Ruhephase sind.“

Auch Mainzer Uni dabei

Einen weiteren Aufruf gab es von der Mainzer Fachschaft Vorklinik. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt die Fachschaft: „Jetzt brauchen sowohl die Unimedizin Mainz, als auch ihre Lehrkrankenhäuser unsere Hilfe.“ Weiter heißt es: „Egal ob einfacher Studi im ersten oder elften Semester oder bereits mit abgeschlossener Berufsausbildung! Wer also helfen kann und dies auch möchte, kann sich bei Ilias unter *Ich will helfen!* melden und dort seine Qualifikation mitteilen“ (weitere Infos dazu). Umsonst müsse man dies allerdings nicht tun: Die Studis würden nach Qualifikation und Einsatzort bezahlt werden.

Und: Der Aufruf scheint zu funktionieren. Bis Mittwoch haben sich 1054 Studenten gemeldet. Von dieser Resonanz sind die Verantwortlichen begeistert: „Das ist eine großartige Reaktion, mit der wir in dieser Größenordnung nicht gerechnet haben. Die Welle der Hilfsbereitschaft zeigt, wie stark das Wir-Gefühl an unserer Universitätsmedizin ist“, sagt Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz. Auch die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler findet: „Dieses Engagement ist beeindruckend. Ich danke den Studierenden dafür sehr.“ (rk)

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