Mainzerin (36) soll gedroht haben, Kinder anzuzünden

Auf einem Mainzer Kinderspielplatz soll eine Frau Kindern damit gedroht haben, sie anzuzünden. Für diese und weitere gefährliche Körperverletzungen muss sich sie ab heute vor Gericht verantworten.

Mainzerin (36) soll gedroht haben, Kinder anzuzünden

Wegen drei gefährlicher Körperverletzungen und zwei Bedrohungen muss sich ab heute eine 36-jährige Frau vor dem Landgericht in Mainz verantworten.

Erstmals aufgefallen war sie auf einem Mainzer Kinderspielplatz im April 2018. Hier soll sie auf zwei Kinder zugegangen sein und mit einem Feuerzeug vor ihnen herumgefuchtelt haben. Dabei habe sie den beiden Zehnjährigen gedroht, sie anzuzünden. Anschließend soll sie ein Küchenmesser hervorgeholt und gleichzeitig mit dem Daumen über ihre Kehle gestrichen haben.

Knapp fünf Monate später soll die Frau am Mainzer Bahnhofplatz ohne Grund einem Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Als dieser die Hände hob, um sich vor dem Schlag zu schützen, soll die Frau ihn gegen den Kopf getreten haben. Der Mann habe dabei eine Jochbeinprellung und Hautabschürfungen erlitten.

Als die alarmierten Polizeikräfte eintrafen, soll die Frau auch einen der Beamten bedroht haben: Er solle still sein, sonst werde sie ihn „auch kaputt schlagen“.

Während ihrer Taten soll die Frau im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt haben. Daher läuft das Verfahren vor Gericht als „Sicherungsverfahren“. Dabei geht es darum, ob die Angeklagte wegen Schuldunfähigkeit oder verminderter Schuldfähigkeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss.

Das Verfahren wird am 22. November fortgesetzt.

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