Mainzer Iraner trauern um Opfer des Flugzeugabsturzes

Blumenkranz vor Max-Planck-Institut an Mainzer Uni

Mainzer Iraner trauern um Opfer des Flugzeugabsturzes

Mit Trauer und Bestürzung haben Mainzer Iraner auf den Flugzeugabsturz nahe der iranischen Hauptstadt Teheran reagiert. Am Mittwoch war die Maschine von iranischen Raketen abgeschossen worden, alle Passagiere kamen ums Leben. An Bord befand sich auch die Mainzerin Paniz Soltani, Doktorandin am Max-Planck-Institut für Polymerforschung.

„Wir bedauern diese Tragödie für alle Menschen, die in der Maschine waren und möchten unser Beileid aussprechen“, sagt der Mainzer Exil-Iraner Behrouz Asadi gegenüber Merkurist. Am Freitag legten er und andere Mainzer Iraner einen Blumenkranz vor dem Institut an der Mainzer Universität nieder. „Um unser Beileid für die Angehörigen, unabhängig von Nationalität, Glauben und Gender kundzugeben“, so Asadi. Man wolle Paniz Soltani und allen anderen Opfern gedenken.

Asadi kritisiert die politische Führung des Irans scharf: „Das Hauptproblem im Land ist das Regime der islamischen Republik Iran, auf dessen Konto tausende Gefangene und Hinrichtungen zu verzeichnen sind.“ Das Regime versuche jegliche Ereignisse zu seinen Gunsten zu manipulieren.

Auch bei einer Veranstaltung am heutigen Samstag (19 Uhr) wollen die Mainzer Iraner den Opfern gedenken. Im Haus der Kulturen in der Wormser Straße 201 in Weisenau werden zudem drei Referenten sprechen. (ts)

Logo