Anlässlich des vierten Jahrestages der gewaltsamen Tötung von Mahsa Amini durch die iranische Sittenpolizei ist in Mainz eine Kundgebung geplant. Das teilt ein überparteiliches Bündnis mit, das die Veranstaltung organisiert.
Die Kundgebung findet am Sonntag (20. September) ab 14 Uhr auf dem Mainzer Schillerplatz statt. Damit soll unter dem Leitgedanken der weltweiten Solidarität mit der iranischen Freiheitsbewegung „ein starkes Zeichen gegen die anhaltende Tyrannei des islamischen Regimes und für Menschenrechte, Freiheit und Demokratie im Iran gesetzt werden“, so die Veranstalter.
Redner aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft
Für die Kundgebung in Mainz konnten mehrere Redner gewonnen werden, die unterschiedliche Perspektiven beleuchten sollen. Rabbiner Aharon Vernikovsky soll ein Zeichen der interreligiösen Solidarität setzen. Der Mainzer Stadtrat David Dietz spricht für die kommunale Politik und will die Verantwortung demokratischer Kräfte betonen, den Unterdrückten im Iran Gehör zu verschaffen. Der Politikwissenschaftler Mehdi Jafari Gorzini wird die aktuelle politische Lage im Iran analysieren.
Die Organisatoren rufen alle demokratischen Kräfte, Menschenrechtsaktivisten sowie die Bürger von Mainz und Umgebung dazu auf, zahlreich zu erscheinen. So solle gemeinsam laut für diejenigen protestiert werden, die im Iran systematisch zum Schweigen gebracht werden.