Freiburger Familie übergibt 41.000 Euro an Mainzer Kinderkrebshilfe

Weil die Therapiekosten für ihre krebskranke Tochter Emilia immens waren, setzte eine Familie aus Freiburg auf Spendengelder. Doch Emilia konnte nicht mehr geholfen werden. Das Geld soll jetzt andere Kinder unterstützen.

Freiburger Familie übergibt 41.000 Euro an Mainzer Kinderkrebshilfe

82.000 Euro – so hoch waren die Spenden, die für die Familie Zimmerer aus Freiburg gesammelt wurden. Das Geld sollte die hohen Kosten für die Krebstherapie ihrer 7-jährigen Tochter Emilia abdecken: Die Betreuungskosten, die Reisen in die Mainzer Klinik, eine Therapie in den USA.

Emilia litt an einem sogenannten Hochrisiko-Neuroblastom, einem Tumor des peripheren Nervensystems. Sie wurde an spezialisierten Zentren in Freiburg und Heidelberg behandelt, dann kam sie an das Kinderonkologische Zentrum der Universitätsmedizin Mainz. Für die Eltern bedeutete das nicht nur teure Fahrtkosten, sondern auch, dass sie nicht immer als vierköpfige Familie zusammen sein konnten.

Gesammelt hat die Gelder die Matthias-Ginter-Stiftung

Sie entschlossen sich, zeitweise ihre Berufe aufzugeben und setzten auf Spendenaktionen. Gesammelt hat die Gelder die Matthias-Ginter-Stiftung, die eigentlich hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche aus dem Breisgau unterstützt. Da die Therapien in Deutschland nicht anschlugen, sollte Emilia in den USA mit einem hier noch nicht zugelassenen Medikament behandelt werden.

Doch Emilias Zustand verschlimmerte sich. Im Juni 2022 starb sie mit gerade einmal 9 Jahren.

Die Familie entschied, die 82.000 Euro anderen krebskranken Kindern zugute kommen zu lassen. Die Hälfte des Betrags geht nun an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg. 41.000 Euro fließen nach Mainz – in Projekte, die von der Kinderkrebshilfe unterstützt werden: zum einen in ein Sportprojekt für krebskranke Kinder, zum anderen in Forschungsprojekte.

„Durch hochmoderne Forschung und innovative Ansätze arbeiten wir tagtäglich daran, Kinderkrebs den Kampf weiter anzusagen – 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben heutzutage eine sehr gute Heilungschance“, erklärt Prof. Dr. Jörg Faber, der Vorstand der Organisation. „Die bewegende Geschichte von Emilia zeigt jedoch, dass wir uns mit dieser Quote auf keinen Fall schon zufriedengeben dürfen.“

Logo