Lokführerstreik: Deutliche Einschränkungen im Rhein-Main-Gebiet

Gewerkschaft GDL streikt

Lokführerstreik: Deutliche Einschränkungen im Rhein-Main-Gebiet

Wegen eines Streiks der Lokomotivführer-Gewerkschaft GDL kommt es in Mainz und Wiesbaden zu erheblichen Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Der Streik im Personenverkehr läuft seit dem frühen Mittwochmorgen um 2 Uhr. Voraussichtlich dauert er bis Freitagmorgen (13. August) um 2 Uhr an.

Laut einer Mitteilung der Deutschen Bahn (DB) fallen im Fernverkehr rund 75 Prozent aller Fahrten aus. Auch der Regionalverkehr ist stark von den Streiks betroffen. Die S-Bahnlinie 8 verkehrt beispielsweise nur im 60-Minuten-Takt zwischen Hanau Hauptbahnhof und Wiesbaden Ost. Wegen der Sperrung der Salzbachtalbrücke und der darunterliegenden Gleise können die S-Bahnen ohnehin nicht bis zum Wiesbadener Hauptbahnhof fahren. Es verkehrt aber einen Schienenersatzverkehr zwischen Wiesbaden Ost und Hauptbahnhof. Auf der Linie S9 wird der Betrieb sogar bis Freitag ganz eingestellt. Genauere Informationen zu den betroffenen Linien hat die DB auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Hintergrund

96 Prozent der GDL-Mitglieder hatten sich für einen Streik ausgesprochen. Grund ist ein Streit um höhere Löhne. Die Gewerkschaft hatte eine Einkommenssteigerung von 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie gefordert. Dies wurde bisher von der DB abgelehnt. In der kommenden Woche will die Gewerkschaft über weitere Streiks entscheiden.

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