Diese Mainzer Restaurants werden schmerzlich vermisst

Manche Restaurants kommen und gehen und man merkt es gar nicht. Bei diesen ist es anders: Wir stellen Euch frühere Restaurants vor, die in der Mainzer Gastro-Szene fehlen. Heute: Teil 1.

Diese Mainzer Restaurants werden schmerzlich vermisst

Die Mainzer Gastro-Szene verändert sich ständig — und das nicht immer zur Freude der Mainzer. Während manche Restaurants nur eine kurze Halbwertszeit haben, bleiben andere länger im Gedächtnis. In unserer Serie stellen wir Euch Restaurants vor, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schließen mussten — und die wir schmerzlich vermissen.

Marmaris

In Mainz wurde das Marmaris liebevoll „Puff-Döner“ genannt, weil er sich direkt neben dem Laufhaus „Crazy“ befand. Der Dönerladen war für sein nettes Team und die kundenfreundlichen Öffnungszeiten bekannt, nämlich rund um die Uhr. „Dreiundzwanzig Stunden täglich geöffnet. Das Essen ist so lecker, dass man nachweislich über Monate hinweg Frühstück, Mittag und Abendessen dort einnehmen kann“, schrieb jemand auf Google über den Döner am Hauptbahnhof.

Doch im Jahr 2016 schloss der Dönerladen nach etwa 15 Jahren. Warum, wurde nicht bekannt. Zunächst eröffnete ein Irish Pub in den Räumen, später ein Friseur, mittlerweile befindet sich ein Kiosk darin. Doch den Kult-Charakter von Marmaris erreichten sie alle nicht.

Besitos

Seit 2004 war das Besitos am Hauptbahnhof fester Bestandteil der Mainzer Gastroszene und bekannt für Tapas, Weine, Cocktails und Longdrinks. An Silvester 2019 kam das Aus. Doch es gibt gute Nachrichten. Die spanische Tapas-Bar soll an anderer Stelle in den kommenden zwölf bis 24 Monaten wiedereröffnet werden. In den Räumen am Mainzer Bahnhofplatz wird Besitos-Geschäftsführer Markus Hoffmann außerdem ein neues Wirtshaus eröffnen, voraussichtlich im Frühjahr 2020 soll es soweit sein.

„Ausschlaggebend für die Schließung waren strategische Gründe. Durch den Abschluss eines neuen Mietvertrages hat sich eine neue Situation ergeben“, sagte Hoffmann gegenüber Merkurist. „Die gute Nachricht ist, dass wir für das ‘Besitos’ in Mainz einen neuen Standort suchen, denn es ist bei einer Vielzahl von Mainzern sehr beliebt. Die Suche nach einer neuen, attraktiven Location in der Innenstadt läuft bereits, und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Gespräche erfolgreich abschließen können!“

Wendy‘s

„Wir wollen ‘Wendy's’ in Deutschland“ — für dieses Anliegen gibt es sogar eine eigene Facebook-Seite. Denn die amerikanische Fast-Food-Kette, gegründet 1969, ist absoluter Kult. Derzeit gibt es mehr als 6700 Restaurants in 27 Ländern, in Deutschland sucht man sie jedoch vergebens.

Das war allerdings nicht immer so. In den 1980er-Jahren versuchte die Kette, in Deutschland Fuß zu fassen. In Regionen mit vielen amerikanischen Soldaten und Touristen wurden „Areas“ aufgebaut, in denen sich jeweils mehrere Filialen befanden — darunter auch der Großraum Frankfurt am Main, Köln/Bonn, Heidelberg/Mannheim/Worms.

In Mainz befand sich für einige Jahre in den 80ern ein Wendy’s Restaurant in der Großen Bleiche. Erst vor Kurzem eröffnete in dem selben Gebäude die Tex-Mex-Kette „Chidoba“. Auf einen neuen Anlauf von „Wendy’s“ müssen die Mainzer aber wohl noch länger warten. (ts)

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