Es waren dramatische Szenen, die sich am Samstag in der Allianz Arena bei der Auswärtspartie von Mainz 05 beim FC Bayern München (1:8) abgespielt haben. Nachdem die 05er Josuha Guilavogui und Anthony Caci heftig zusammenprallten, blieb der 33-jährige Franzose mehrere Augenblicke beinahe regungslos auf dem Spielfeld liegen. Erst als Schiedsrichter Patrick Ittrich zur Hilfe eilte, kam Guilavogui wieder zu sich. Wie sich nun herausstellt, hat Ittrich dem 05er offenbar mit seinem Einsatz das Leben gerettet.
„Brisante Situation“
So war die Zunge des 33-Jährigen nach dem Zusammenprall mit dem eigenen Mitspieler nach hinten gerutscht und die Luftröhre des 05ers damit quasi blockiert. Im schlimmsten Fall hätte offenbar ein Erstickungstod drohen können. Schiedsrichter Ittrich erkannte jedoch die kritische Situation, holte die Zunge wieder aus dem Rachen des Franzosen und brachte den Abwehrspieler in die stabile Seitenlage.
„Wenn einer da so liegt, dann musst du schnell handeln. Ich habe ja schon viele solcher Situationen erlebt. Die Zunge war hinten drin und wenn die wieder raus ist, dann fängst du wieder an zu atmen und bist auch wieder da“, zitiert die Bild-Zeitung den 45 Jahre alten Schiedsrichter, der hauptberuflich als Polizist arbeitet. Auch einige 05er hatten offenbar sofort den Ernst der Lage verstanden und bedankten sich bei Ittrich für seine schnelle Hilfe. Wie der Schiedsrichter laut „Bild“ sagt, habe Nadiem Amiri ihn sofort umarmt, weil er gemerkt habe, dass es eine brisante Situation war.
Guilavogui selbst wurde nach dem Vorfall ausgewechselt. Inzwischen hat sich der 33-Jährige auf Instagram zu Wort gemeldet und sich bei seinen Mitspielern, dem Schiedsrichter und dem medizinischen Personal bedankt. Möglicherweise wird der Franzose den Mainzern bereits wieder im Heimspiel gegen Bochum am Samstag zur Verfügung stehen.