Riesen-Aufregung um nicht gegebenen Elfmeter: Mainz verpasst Sieg gegen Berlin

Gut gespielt, aber wieder nicht gewonnen: Am Mittwochabend ist Mainz 05 bei der Nachholpartie gegen Union Berlin in der Mewa Arena nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Die verdiente Führung verspielten die 05er fast postwendend.

Riesen-Aufregung um nicht gegebenen Elfmeter: Mainz verpasst Sieg gegen Berlin

Wo geht es mit Mainz 05 hin? Nach zuletzt zwei knappen 0:1-Niederlagen in Frankfurt und daheim gegen Bremen brauchte der FSV eigentlich wieder einmal einen Sieg, um aus dem Tabellenkeller zu kommen. Immerhin sollte es den 05ern nicht am Einsatz und der Partie nicht an Höhepunkten mangeln. Am Ende gab es trotzdem nur ein unbefriedigendes 1:1.

Elfmeterpfiff bleibt aus

Einen ersten Akzent in der Partie setzten die 05er gleich nach Anpfiff. Nach einer Freistoß-Flanke von Amiri köpfte Burkardt aus kurzer Distanz knapp über das Tor (2.). Wenig später dann Riesen-Glück für die Mainzer, als Union-Stürmer Volland mit seinem Schuss nur die Latte traf (7.). Im Anschlus an diesen Schreck-Moment kam dann der FSV innerhalb von wenigen Momenten zu drei großen Chancen. Zunächst scheiterte van den Berg per Kopf an Berlin-Torwart Rönnow. Der abgwehrte Ball landete schließlich direkt vor den Füßen Barreiros. Doch auch der Luxemburger schaffte es nicht, den Ball im Berliner Tor zu versenken. Auch seinen Schuss konnte Gäste-Keeper Rönnow entschärfen.

Einen weiteren Abschluss der Mainzer konnten die Unioner letztlich zur Ecke klären (9.). Im direkten Anschluss an den Eckball kam es dann zum nächsten Aufreger. Als Ajorque mit dem Kopf zum Ball gehen wollte, wurde er vom Berliner Knoche im Gesicht getroffen und ging zu Boden. Elfmeter gab es allerdings zum Unmut der FSV-Fans nicht. Stattdessen musste Ajorque minutenlang behandelt werden, konnte dann aber weitermachen.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen dann aber auch die Berliner immer gefährlicher auf. Zählbares konnten jedoch auch sie nicht aus ihren Chancen machen. Einmal verhinderte dabei der Pfosten die Gästeführung, als Volland aus über 20 Meter schnörkellos abzog (39.). Kurz danach musste die Partie dann für mehrere Minuten unterbrochen werden. Denn aus dem Berliner Block flogen haufenweise Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit wollten die Union-Fans ihren Unmut über den geplanten Investoren-Einstieg in die Bundesliga zeigen. Satte neun Minuten Nachspielzeit verordnete das Schiedsrichtergespann schließlich der Partie in der ersten Hälfte. Und in dieser Phase brachen dann alle Dämme und die Arena brach in einen Jubel-Orkan aus. Denn nach einem Eckball stieg Burkardt am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins rechte lange Eck zum verdienten 1:0 für den FSV (45.+7).

Doch die Freude über die Führung währte nur kurz: Nach einer Hereingabe schoss Nationalspieler Gosens aus kurzer Distanz und spitzem Winkel zum 1:1 ein (45+9.). So ging es schließlich in die Pause.

Glück für Mainz

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Mainzer äußerst energiegeladen aus der Kabine. Beinahe hätte dies auch schon kurz nach Wiederanpfiff für ein Tor gereicht. Doch Union-Keeper Rönnow konnte einen Kopfball vom 05-Kapitän Widmer noch parieren (52.).

Etwa zehn Minuten später gab es dann große Aufregung auf dem Platz. Nachdem Ajorque im Strafraum der Berliner zu Boden ging, forderten die FSV-Fans vehement Elfmeter. Doch am Ende gab es Freistoß für Union. Denn der Berliner Vogt hatte zwar nicht den Ball, aber auch nicht Ajorque getroffen. Als sich fast schon andeutete, dass der Franzose für diese Schwalbe mit gelb-rot vom Platz fliegen sollte, entschied sich der Schiedsrichter anders, zeigte Abseits von Ajorque an und ließ zum Glück für die 05er die zweite gelbe Karte für den Franzosen stecken.

In der Folge blieben die Mainzer dann am Drücker, Entscheidendes kam jedoch nicht mehr dabei heraus. So blieb es beim 1:1 und der FSV vorerst weiterhin auf Tabellenplatz 17.