„Getrennt in den Farben“: Was hinter den neuen Stadionallianzen in Mainz steckt

Für mehr Sicherheit bei Fußballspielen gibt es nun die „Stadionallianzen Rheinland-Pfalz und Saarland“. Die Auftaktveranstaltung fand in der Mainzer Mewa Arena statt.

„Getrennt in den Farben“: Was hinter den neuen Stadionallianzen in Mainz steckt

Mit einer zweitägigen Veranstaltung in der Mainzer Mewa Arena sind die „Stadionallianzen Rheinland-Pfalz und Saarland“ gestartet. Wie die zuständigen Innenministerien mitteilen, soll die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Fanprojekten, Kommunen und der Polizei ausgebaut und gestärkt werden.

Zu der Auftaktveranstaltung kamen Vertreter der Vereine, Fanprojekte, Kommunen, Polizeibehörden sowie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Bundesliga zusammen. „Fußball begeistert Woche für Woche Hunderttausende Menschen in unseren Stadien. Damit diese Begeisterung sicher und friedlich erlebt werden kann, braucht es starke Partnerschaften“, erklärte der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Dirk Herber. Das Motto laute: „Getrennt in den Farben, geeint in der Sache.“

Die Stadionallianzen sollen die Organisation und Durchführung von Fußballspielen verbessern. Im Mittelpunkt stehen ein offener Austausch und gemeinsame Strukturen für Kommunikation und Entscheidungen. So sollen Konflikte früh erkannt und präventiv bearbeitet werden.

„Miteinander reden statt übereinander“

„Fußball lebt von Emotionen – aber auch von Respekt“, sagte Torsten Lang, Staatssekretär im saarländischen Innenministerium. Der Grundsatz sei: „Miteinander reden statt übereinander. Dieser Gedanke ist der Schlüssel für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Nur so könnten Stadionbesuche für alle ein positives Erlebnis bleiben. Die Veranstaltung wurde von der Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport Bezogene Soziale Arbeit (KoFaS) begleitet.

Das Modell der Stadionallianzen wird bereits in neun anderen Bundesländern angewendet. Laut Ansgar Schwenken, Direktor Spielbetrieb & Fans beim Bundesliga e.V., seien sie ein „zentraler Baustein für sichere und zukunftsfähige Fußballerlebnisse“. Ein Ziel sei es auch, Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Zahl der eingesetzten Polizeikräfte zu reduzieren.