Totaler Torrausch: Mainz 05 überrollt Freiburg

Sieben Pleiten aus den letzten acht Bundesliga-Partien, darunter die 0:6-Klatsche bei den Bayern - das war die Ausbeute von Mainz 05 vor der Partie gegen den SC Freiburg. Doch am Freitag brachen in der Opel Arena alle Dämme, das Stadion stand Kopf.

Totaler Torrausch: Mainz 05 überrollt Freiburg

Zehn Gegentore in den vergangenen drei Bundesligapartien kassierte der FSV Mainz 05 vor dem Spiel am Freitagabend gegen den SC Freiburg. Höchste Zeit für die Mainzer also, wieder einmal ein Spiel zu gewinnen, um nicht doch noch weiter nach unten durchgereicht zu werden.

Doch kurz vor dem Heimspiel machte nicht etwa Trainer Sandro Schwarz Schlagzeilen, sondern Sportvorstand Rouven Schröder. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll der FSV-Manager bei Borussia Mönchengladbach im Gespräch sein. Doch vor der Partie wollten sich weder Schröder noch der Verein zu den Gerüchten äußern.

Totaler Torrausch

Im Stadion herrschte vor Anpfiff der Partie jedenfalls gute Stimmung. Und Stadionsprecher Klaus Hafner sprach wohl vielen FSV-Fans aus der Seele. „Auch wenn unsere Mannschaft zuletzt ein bisschen unpässlich gespielt hat, haben wir unsere Jungs trotzdem lieb.“ Und die 05er erwiderten dann auch so viel Fanliebe. Nachdem sie zunächst bei einem Freiburger Lattenknaller Glück hatten, drehten die Mainzer auf und gingen in Führung (20.) — allerdings unter großer Mithilfe des Freiburg Keepers Schwolow. Der wollte einen Rückpass auf höhe der Strafraumgrenze sofort weiter spielen, übersah dabei aber den heraneilenden Boetius, der aus knapp 30 Metern aufs leere Tor einschoss.

Und Mainz setzte sofort nach. Nach Steilpass von Boetius schoss Mateta zum 2:0 ein (26.). Das Stadion stand Kopf.

Und es wurde noch besser. Nach toller Kombination im Freiburger Strafraum hämmerte erneut Mateta den Ball aus acht Metern unter die Latte (33.).

Party geht weiter

Nach der Pause war dann allerdings erst einmal der SC Freiburg am Drücker. Doch Towart Florian Müller bewahrte den FSV mit zwei Glanzparaden vor dem Anschlusstreffer der Gäste. Dann legte der FSV wieder los — und wie. Nach Pass von Boetius erzielte Onisiwo aus spitzem Winkel mit der ersten Mainzer Torchance in der zweiten Hälfte das 4:0 (73.).

Doch damit nicht genug. Nach Flanke von Onisiwo köpfte Mateta unhaltbar für Freiburg-Torwart Schwolow ein (77.). Das 5:0 war gleichzeitig Matetas dritter Treffer am Freitagabend. Die Fans — nun endgültig in Feierlaune — stimmten lauthals „einer geht noch, einer geht noch rein“ an. Letztlich blieb es aber beim 5:0. Dennoch war es wohl die beste Saisonleistung der 05er.

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