Ridle Baku: „Mainz bedeutet mir sehr viel“

Im Abstiegskampf der vergangenen Saison war Ridle Baku der heimliche Star des FSV Mainz 05. Nun steht er vor seiner ersten Saison vollen Saison als Profi. Doch wie tickt der Youngster?

Ridle Baku: „Mainz bedeutet mir sehr viel“

Erst vier Mal hat Ridle Baku (20) für die Profis von Mainz 05 gespielt, doch einige Fans haben dem Mittelfeldspieler schon ein eigenes Lied gedichtet. „Baku, Baku, wir saufen uns heut' zu!“, sangen sie, als Baku und die Mannschaft Anfang Mai den Bundesliga-Klassenerhalt auf dem Parkplatz des Bruchwegstadions feierten. In den Tagen zuvor hatte Ridle Baku gleich zwei wichtige Bundesliga-Tore erzielt und damit großen Anteil am Nicht-Abstieg der Mainzer.

In Mainz geboren, seit der U10 im Verein - Baku hat das Zeug zum großen Publikumsliebling beim FSV. Gerade befindet sich Ridle Baku mit der Mannschaft in seinem ersten Profi-Trainingslager in den Niederlanden. Und das unterscheidet sich offenbar deutlich von allen bisherigen Vorbereitungen, die Baku absolviert hat. „Die Organisation ist ganz anders, das Trainerteam anders aufgestellt. Ich denke, es wurde an alles gedacht, wir haben hier optimale Rahmenbedingungen“, sagt er im Pressegespräch.

„Ich muss immer noch Bälle und Hütchen zusammenpacken, wenn wir trainieren“ - Ridle Baku

Den Sommerurlaub nutzte Baku, um den Kopf nach dem anstrengenden Saisonfinale freizubekommen. „Ich habe die erste Zeit mit meiner Familie verbracht, war mit meinen Brüdern in Barcelona.“ Doch ein „paar Mal“ habe er sich seine Tore im Saisonendspurt doch noch mal ansehen müssen, gibt er zu. Innerhalb der Mannschaft ist Baku ein akzeptierter Teil, doch für Starallüren ist kein Platz: „Für mich hat sich nicht viel geändert - ich muss immer noch Bälle und Hütchen zusammenpacken, wenn wir trainieren.“ Doch mit seinen Teamkollegen lässt Baku es auch gerne locker angehen: „Wir singen gerne, tanzen gerne und lachen gerne - was junge Fußballspieler eben manchmal so machen.“

Sein Abitur hat Baku nicht mehr gemacht, ein halbes Jahr bevor er seinen ersten Profi-Vertrag unterschrieben hatte, brach Baku die Schullaufbahn ab. Am Sportunterricht habe es zwar nicht gelegen, trotzdem gibt Baku zu: „Schwimmen und Turnen war nicht so meins. Fußball haben wir im Unterricht leider nie gespielt.“

Und was bedeutet es für Baku, bei Mainz 05 den Schritt zum Profifußballer geschafft zu haben? „Ich bin in Mainz geboren, hier zur Schule gegangen, habe meine Freunde in Mainz. Das bedeutet mir sehr viel“, so Baku. Er kenne den Verein, habe Höhen und Tiefen erlebt. Daher wisse er es sehr zu schätzen, was die Mannschaft am Saisonende erreicht hat.

Sein Leben habe sich nicht dramatisch verändert, seit er Fußballprofi geworden ist, sagt Baku. „Ich bin auch vorher nicht so viel draußen unterwegs gewesen. Ich verbringe meine Freizeit lieber mit Freunden und Familie.“ Doch einen Vorteil habe es für ihn, jetzt Fußballprofi zu sein, sagt Baku und lacht: „Neulich hat mir jemand einen Döner ausgegeben.“

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