Nach Anti-Rassismus-Post: Mainz 05 verzeichnet neue Mitglieder und Spenden

Der FSV Mainz 05 hat Anfang vergangener Woche klare Kante bewiesen. In einem Post machte man die Kündigung eines Vereinsmitglieds öffentlich, weil diese rassistisch begründet wurde. Noch immer erhält der FSV Zuspruch.

Nach Anti-Rassismus-Post: Mainz 05 verzeichnet neue Mitglieder und Spenden

Dieses Statement sorgte in Deutschland für Aufsehen: Anfang vergangener Woche hatte Mainz 05 den Schriftverkehr mit einem ehemaligen Vereinsmitglied in anonymisierter Form öffentlich gemacht. Das Ex-Mitglied hatte seinen Vereinsaustritt mit teils rassistischen Begründungen untermauert (wir berichteten). Nun meldet sich der Club noch einmal zu Wort.

Man habe über die Landesgrenzen hinaus viel Zuspruch erhalten, erklärt der FSV am Freitag. „14 neue Mitglieder haben sich spontan und ausdrücklich mit Bezug auf die Positionierung dem Verein angeschlossen“, erklären die 05er auf ihrer Website. Zudem hätten vier Personen spontan den Jahresbeitrag des ausgetretenen Mitgliedes an den Verein gespendet - eine Spende kam sogar aus England.

Auch negative Rückmeldungen erhalten

„Wir wollen aber auch nicht unterschlagen, dass es auch negatives Feedback gab, in Teilen angereichert mit unverhohlenem Rassismus und Beleidigungen“, schreibt der FSV. So sei unter anderem kritisiert worden, dass die Kündigung des Mitglieds von Mainz 05 an die Öffentlichkeit getragen wurde. „Uns war es wichtig aufzuzeigen, dass es auch ein Verein, der sich in seinen sozialen Projekten wie dem ‘05er KidsClub’ oder dem ‘05er Klassenzimmer’ und gemeinsam in vielen Aktionen mit seinen Fans ausdrücklich und schon seit vielen Jahren positiv für die Stärkung seiner weltoffenen und toleranten Grundhaltung einsetzt, im Alltag mit rassistischen Motiven konfrontiert wird“, erklärt Mainz 05.

„Wir mussten klar machen, dass wir rassistische Haltungen oder Äußerungen nicht tolerieren.“ - FSV Mainz 05

Zudem habe man auf das Problem von Alltagsrassismus hinweisen wollen: „Wir wollen alle Menschen darin bestärken, im Alltag Haltung zu zeigen, auch wenn man hierfür in nicht nur positives Feedback erhält“, so die 05er. „Wir mussten klar machen, dass wir rassistische Haltungen oder Äußerungen nicht tolerieren.“ Diese Haltung sei man besonders schuldig gegenüber den Menschen, die unter Rassismus leiden. Abschließend erklärt der FSV: „Wir werden auch in Zukunft nicht schweigen!“ (rk)

Logo