Mainz-05-Star Amiri spricht Klartext nach nächster Heimniederlage

Nach der nächsten Heimniederlage sitzt der Frust bei Nadiem Amiri tief. Der Mainz-05-Kapitän spricht offen über die schwierige Situation und macht zugleich eine klare Ansage für die kommenden Aufgaben.

Mainz-05-Star Amiri spricht Klartext nach nächster Heimniederlage

Seit März 2026 warten die FSV-Fans inzwischen auf einen Heimsieg. Auch gegen Werder Bremen gerieten die Mainzer früh in Rückstand und mussten sich trotz großer Moral am Ende geschlagen geben. Wie schon gegen Paderborn, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen reichte es damit erneut nicht für einen Heimsieg in dieser Saison.

Die Enttäuschung bei 05-Kapitän Nadiem Amiri war nach der erneuten Heimniederlage deutlich zu spüren. „Es tut einfach weh. Und ich bin gerade auch total am Ende, weil wir sehr viel investiert haben. Aber wir haben uns am Ende einfach nicht belohnt“, sagte der Mainzer nach dem 2:3 gegen Werder Bremen. Warum die 05er zuletzt insbesondere in der Anfangsphase so viele Gegentore kassieren, kann sich Amiri selbst nicht erklären. „Wenn wir die Lösung wüssten, würden wir das anders angehen. Ich weiß es selbst nicht.“

„Der Knoten wird noch platzen“

Auch mit seiner eigenen Ausbeute hadert Amiri. „Mir geht es auch auf den Sack, dass ich noch nicht so viele Scorer habe in dieser Saison“, gab der deutsche Nationalspieler offen zu. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass sich das ändern wird: „Ich arbeite hart. Ich glaube, man hat heute gesehen, dass ich brutal viel probiert habe. Der Knoten wird auch noch platzen. Gott sei Dank haben wir Stürmer, die ihre Tore machen. Meine Zeit, meine Tore werden auch wieder kommen.“

Dass Amiri bislang noch nicht ganz an seine Leistungen aus der vergangenen Saison anknüpfen konnte, führt der Mittelfeldspieler auch auf die kurze Sommerpause zurück. Durch die Fußball-Weltmeisterschaft blieb ihm nur wenig Zeit zur Erholung. „Ich habe gemerkt, dass die kurze Pause mir nicht so gutgetan hat. Das war für meinen Körper auch sehr viel. Aber ich fühle mich jetzt immer besser“, erklärte Amiri.

Heimschwäche beschäftigt die 05er

Die aktuelle Situation vor heimischem Publikum kann sich Amiri ebenfalls nicht wirklich erklären. „Ich habe keine Ahnung, wo die Mannschaft gerade steht. Es ist aktuell ganz schwer“, sagte der 29-Jährige und fügte hinzu: „Auswärts haben wir immer zu 100 Prozent das Gefühl, dass wir gewinnen können, aber zuhause fällt es uns aktuell sau-schwer.“

Von einem Kopfproblem will Amiri allerdings nichts wissen. „Natürlich ist die Quote scheiße für den Kopf, aber ich glaube nicht, dass wir ins Spiel gehen und denken: Ey, wir haben richtig Angst.“ Vielmehr sieht er weiterhin eine Mannschaft, die sich nicht aufgibt. „Irgendwie kommen wir doch immer zurück und zeigen Charakter. Es haben immer Kleinigkeiten gefehlt, aber das gehört dazu. Das ist Fußball.“

Trotz der aktuellen Heimflaute bleibt Amiri zuversichtlich: „Wir stehen trotzdem gut da. Wir bleiben bodenständig und machen einfach weiter.“ Der Blick geht bereits nach vorne. Am Dienstag wartet im Pokal der VfL Bochum, am Freitag geht es in der Bundesliga nach Elversberg. Amiris klare Ansage: „Zwei Auswärtsspiele. Zwei Siege.“