6-Tore-Wahnsinn in Mainz

Was für ein Spiel zwischen Mainz 05 und RB Leipzig. Sechs Tore, jede Menge strittige Entscheidungen und eine wilde Schlussphase. Am Ende gibt es trotzdem keinen Sieger.

6-Tore-Wahnsinn in Mainz

Eigentlich ging es weder für Mainz 05 noch für RB Leipzig um wichtige Punkte in diesem Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga. RB ist bereits sicher für die Champions League qualifiziert, die Mainzer werden auf jeden Fall im Mittelfeld der Tabelle landen. Vielleicht wurde das Spiel in der Opel Arena sogar genau deshalb zum 6-Tore-Spektakel, weil es für beide Mannschaften nichts mehr zu verlieren gab.

Am Ende bleibt ein 3:3 - und beide Mannschaften hätten das Spiel in einer wilden Schlussphase noch für sich entscheiden können. RB-Stürmer Timo Werner legte einen Gala-Auftritt hin: Zum dritten Mal in seiner Bundesligakarriere war der DFB-Nationalspieler in einem Bundesligaspiel an drei Toren beteiligt - zum dritten Mal hieß der Gegner dabei Mainz 05. Zwei Tore bereitete er für Lukas Klostermann vor (20./32. Minute), ein Tor schoss Werner selbst (49. Minute).

Nach einem 0:2-Rückstand brachte Karim Onisiwo die Mainzer noch vor der Pause (43. Minute) heran. Nachdem Werner nach der Pause auf 3:1 erhöht hatte, sorgte Niakhate für den Mainzer Anschlusstreffer (67. Minute) und Jean-Philippe Mateta schließlich für den Ausgleich (83. Minute). Zwischen den Toren immer wieder Hektik: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus und ihre Assistenten trafen zum Teil diskutable Entscheidungen. Das zweite Tor der Leipziger hätte nicht zählen dürfen, hier übersah allerdings Videoschiedsrichter Lasse Koslowski ein klares Foulspiel an Onisiwo.

In den letzten Minuten spielten beide Mannschaften total auf Sieg. Am Ende war es 05-Torwart Florian Müller, der seiner Mannschaft mit zwei starken Paraden den Punkt gegen den Favoriten aus Leipzig sicherte. Am kommenden Sonntag steht für Mainz 05 das Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt auf dem Plan. Derzeit belegen die 05er mit 37 Punkten Platz 12 in der Bundesligatabelle. (rk)

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