Bericht: Wird in Mainz bald Champions League gespielt?

Frankfurt soll sich als Austragungsort beworben haben

Bericht: Wird in Mainz bald Champions League gespielt?

Weil Istanbul wegen der Corona-Krise wohl auf die Austragung des geplanten Blitzturniers der Champions League verzichtet, ist die Uefa auf der Suche nach einem neuen Spielort. Nach Informationen der „Bild“ soll sich auch die Stadt Frankfurt beworben haben. Gegenüber der Deutschen Presse Agentur (DPA) bestätigte Sportdezernent Markus Frank (CDU) das Interesse der Stadt. „Frankfurt ist immer in der Lage, zu helfen“, sagte er. „Natürlich haben wir Interesse, auch wenn es anders ausgetragen wird als gewohnt.“

Auch Mainz und Wiesbaden könnten dann laut dem „Bild“-Bericht Spielorte werden. Frankfurt muss dafür allerdings einige Kriterien der Uefa erfüllen. So müssen laut „Bild“ vier Stadien in einem Umkreis von 100 Kilometern benannt werden, in denen die Spiele ausgetragen werden können. Dabei handelt es sich um vier Viertelfinals, zwei Halbfinals und das Finale. Somit könnte sich Frankfurt gemeinsam mit Mainz und Sinsheim bewerben. Als viertes Stadion wären Wiesbaden oder Darmstadt möglich. Ob die Uefa das zulässt, sei allerdings fraglich, so „Bild“.

Zudem soll nur ein Gesundheitsamt für den Austragungsort zuständig sein. Das würde gegen Spiele in Mainz und Sinsheim sprechen, da diese Städte in anderen Bundesländern liegen. Auch das Thema Steuererleichterungen könnte dem Turnier einen Strich durch die Rechnung machen. Im Artikel heißt es: „Die Uefa verlangt wie bei Europameisterschaften massive Steuer-Erleichterungen, damit am Ende die Gewinne höher ausfallen. Schwer vorstellbar, dass die Stadt Frankfurt oder das Land Hessen das in Corona-Zeiten mitmachen.“

Sollte sich die Uefa für Frankfurt entscheiden, würden die Spiele an zehn Tagen zwischen dem 8. und 29. August und ohne Zuschauer stattfinden. Die Entscheidung der Uefa fällt laut DPA am 17. Juni. (ab)

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