Das sind die Do's und Don'ts in Mainz

Welche drei Dinge man in Mainz unbedingt machen muss - und welche drei Dinge man lieber lassen sollte.

Das sind die Do's und Don'ts in Mainz

Jede Stadt hat ihre eigenen Gesetze - das gilt natürlich auch für Mainz. Wir haben Euch in unserem Snip und auf Instagram gefragt, was man in Mainz unbedingt machen sollte und was man lieber gleich sein lässt. Wer diese Regeln beachtet, sollte in Mainz gut zurechtkommen.

Do’s in Mainz

In die Kneipe gehen und sich zu Fremden setzen

In Mainz kann man alleine in die Kneipe gehen und kommt mit neuen Freunden wieder raus. Denn irgendwann landet man bei Einheimischen am Tisch und erfährt ihre komplette Lebensgeschichte. Die Mainzer schließen jeden in ihr Herz – zumindest jeden, der es auch will.

Der „Zeit“-Kolumnist und gebürtige Mainzer Harald Martenstein hat es besonders schön auf den Punkt gebracht. Er schrieb: Die Mainzer „nehmen den Fremden in ihre Mitte und stecken ihn in ein Entmüdungsbad aus guter Laune“.

An der Ampel stehen

Zumindest als Fußgänger. Denn seit Ende 2016 gibt es am Neubrunnenplatz ein besonderes Ampelmännchen: Det von den ZDF-Mainzelmännchen. Die einmaligen Fußgängerampeln erreichten schnell bundesweite Bekanntheit - und sogar darüber hinaus. Im Juli 2017 schwärmte der US-Sender CNN von den Ampeln (wir berichteten). Mittlerweile gibt es noch mehr Mainzelmännchen-Ampeln in der Stadt. Nach Mainz wollten auch andere Städte ihre eigenen Kultampeln - und bekamen sie. In Augsburg regelt mittlerweile Kasperl den Verkehr, in Duisburg ein Bergmann und in seiner Heimatstadt Emden der Komiker Otto.

Feiern

Nach der Feier ist vor der Feier: Kaum ist die Johannisnacht vorbei, steht schon die Bierbörse in den Startlöchern, Ende des Monats folgen die Sommerlichter. Mainz ist also eine richtige Feierstadt - nur die Clubszene erlitt in letzter Zeit einige Rückschläge. Das 50 Grad musste schließen, der Star Club ist zu und einige beliebte Fastnachtskneipen mussten dichtmachen. Aber: Das KUZ ist wieder da. Und auch sonst gibt es in Mainz genug Anlässe zum Feiern.

Don’ts in Mainz

Sprachliche Feinheiten missachten

In Mainz kann man schnell in ein paar Fettnäpfchen treten, vor allem in der Fastnacht. Denn viele Auswärtige denken tatsächlich, dass in Mainz Karneval gefeiert wird. Zugegeben: Das könnte auch daran liegen, dass der größte Verein „Mainzer Carneval-Verein“ heißt oder die Fans im Stadion „Wir sind nur ein Karnevalsverein“ singen. Weitere Fauxpas: „Kamelle“ sagen zu den Bonbons, die an Fastnacht von den Wagen geworfen werden. Und: Berliner heißen hier Krebbel.

Zu Mainzern „Hessen“ oder „Pfälzer“ sagen

Jeder Mainzer weiß, dass Mainz die Hauptstadt von Rheinland-Pfalz ist – und das schon seit fast 70 Jahren. In Rest-Deutschland ist diese Tatsache allerdings weniger bekannt. Denn hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Mainz zu Hessen gehöre. Sogar in Medien ist häufiger von der „hessischen“ Stadt zu lesen.

Und ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht – wie schon der Name „Rheinhessen“ sagt. Nach ihrer Gründung gehörte die Region ab 1816 zu Hessen. Bis 1919 war damit auch Mainz Teil des Großherzogtums, bis 1945 gehörte es zum Volksstaat Hessen. Und auch heute noch ist ein Teil von Mainz hessisch: nämlich die rechtsrheinischen Stadtteile Amöneburg, Kostheim und Kastel (AKK), die seit dem Zweiten Weltkrieg von Wiesbaden verwaltet werden.

Wer Mainz nicht in Hessen verortet, macht das auch gerne in der Pfalz. „Woher kommst du?“, „Aus Mainz“, „Ah, ein Pfälzer“. Da ist nun aber wirklich nichts dran.

Mainz als Provinz bezeichnen

Für Instagram-Userin „cupcakeandcream“ geht das gar nicht: Mainz zur Kleinstadt oder zum Kaff degradieren. Zwar hat man die Innenstadt in Mainz schnell zu Fuß abgelaufen, einen großen Einkaufsboulevard sucht man vergebens und die äußeren Stadtteile wie Finthen oder Drais sind sowieso mehr Dorf als Stadt. Aber: Wer Mainz als Kaff abstempelt, liegt falsch.

Gerade die Mainzer Neustadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem hippen Viertel entwickelt, das teilweise mit Berliner Stadtteilen mithalten kann. Außerdem ist Mainz ziemlich erfolgreich: In einem Städteranking von „Immobilienscout24“ und der „Wirtschaftswoche“ aus dem vergangenen Jahr landete die Stadt auf Platz 10 bei den deutschen Großstädten mit den besten Zukunftsaussichten.

Ihr kennt weitere Do’s und Don’ts? Postet sie als Kommentar unter den Artikel. (df)

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