6 Tipps für die Mainzer Fastnacht

Beim ersten Besuch der Mainzer Fastnacht sollte man einige Dinge beachten. Wir haben unter anderem einen Mainzer Fastnachtsprofi gefragt, worauf es für Fastnachtsneulinge in Mainz ankommt.

6 Tipps für die Mainzer Fastnacht

Es heißt Fastnacht und nicht Fasching oder Karneval. Das ist einer der ersten Sätze, die man von Mainzern zum Thema Fastnacht hört. Und damit ist nicht zu spaßen: Fastnacht ist für die Mainzer etwas ganz besonderes. Gerade für Neu-Mainzer und Fastnachtsneulinge gibt es einige Dinge, die man vor der ersten Fastnacht in Mainz wissen sollte. Fastnachtsstar Oliver Mager verrät seine Tipps.

Benimmregeln

Generell gilt, Mainzer sind nicht ohne Kostüm unterwegs. Hier sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Es darf gerne auch sehr bunt und ausgefallen sein. Aber Achtung: Gerade am Rosenmontag sollte man daran denken, etwas Warmes unter das Kostüm zu ziehen, denn es kann schnell kalt werden. Wichtig ist auch, wenn der Rosenmontagszug durch die Mainzer Straßen zieht, ruft man „Helau“ und nicht „Alaaf“.

Rosenmontag

Der Rosenmontagsumzug startet um 11.11 Uhr in der Neustadt. Den genauen Zugplan könnt ihr auf der Seite des MCV nachschauen.

Auch bei der Platzwahl sollte man an Rosenmontag einige unserer Tipps beachten. Besonders gut sieht man an der Kaiserstraße und der Boppstraße, weil das Gedränge dort nicht so groß ist. Für die Mutigen unter Euch ist der Bereich rund um Schillerplatz und Höfchen interessant. Diese Plätze sind bei vielen Mainzern beliebt, es kann dort aber durchaus voll werden. Wer zusammen mit vielen jungen Leuten und Studenten Fastnacht feiern will, sollte sich an die Straße bei der Malakoff-Passage stellen, sagt Fastnachtsstar Oliver Mager. Er gibt zudem den Tipp: „Man sollte schauen, auf was man Lust hat. Es gibt für jeden einen Platz entlang der Strecke.“

Kenner des Rosenmontagsumzugs freuen sich immer auf „Bonbons“. In Mainz werden dann auch gerne mal Brezeln und andere kleine Geschenke von den Wagen geschmissen. Auch die Fleischwurst vom Metzger und Getränke sind keine Seltenheit.

Wenn der Umzug vorbei ist, heißt es auf zum Schillerplatz. Dort spielt auf einer großen Bühne ein DJ bis in die Nacht die besten Fastnachtslieder. Bis zum letzten Lied singen und feiern dort alle gemeinsam zur Fastnachtsmusik.Wenn sich alle in den Armen liegen, dann weiß man - es ist Rosenmontag in Mainz. „Der Schillerplatz ist megagut zum abfeiern, wenn der Zug vorbei ist und der Platz freigegeben wird. Das sollte man nicht verpassen“, erklärt Mager.

Wer noch nicht genug gefeiert hat, der kann in die Kneipen der Altstadt weiterziehen. Dort ist es zwar nach dem Umzug immer ziemlich voll, dennoch sollte man sein Glück versuchen. Das Anstehen lohnt sich. Viele Fastnachter feiern zusammen zu Liedern aus Mainz, aber auch Klassikern des Kölner Karnevals und anderen Partyhits. Die Merkurist-Mitarbeiter haben ein paar Kneipen-Geheimtipps für euch. „Die Kugel“, „L'Arcade“, „Kleines Andechs“, „Domsgickel“, „Sixties“ und „Eisgrub“ solltet ihr an Rosenmontag bei Eurer Location-Suche nicht vergessen.

Welche Lieder sollte man kennen?

Fastnachtslieder gibt es viele. Dennoch gibt es ein paar, die Ihr vor Eurer ersten Mainzer Fastnacht schon mal gehört haben solltet. Die Klassiker „Im Schatten des Doms“( Thomas Neger), „Meenz bleibt Meenz“ (Thomas Neger), „Humba Täterä“ (Toni Hämmerle / Ernst Neger) und „Fassenacht in Meenz“ (Oliver Mager) solltet ihr kennen, um bei der Fastnacht fleißig mitsingen zu können.

Was isst und trinkt man an Fastnacht?

Typischerweise gibt es in den Bäckereien an Fastnacht Kreppel und Brezeln zu kaufen. Worscht, Weck und Woi gibts natürlich auch an Fastnacht in Mainz. Ohne Schoppe geht an Fastnacht gar nichts. Aber auch Bier und Schnäpse werden gerne getrunken.

Wer ist Gott Jokus?

Auch die Fastnacht hat eine eigene Religion. Gott Jokus wacht über die Mainzer Fastnacht und ist damit der Narrengott. Sein Name taucht auch immer wieder in typischen Mainzer Fastnachtsliedern auf. So heißt es in „Im Schatten des Doms“: „Wir alle wir leben im Schatten des Doms und Gott Jokus singt mit uns ein Halleluja“.

Weiberfastnacht

Doch auch schon vor Rosenmontag gibt es in Mainz viel zu erleben. Unteranderem findet am Donnerstag (28.Februar) die Altweiberfastnacht statt. Bei freiem Eintritt könnt ihr zum Beispiel im „Templer“ den Altweiber Ball mitfeiern.

Wichtige organisatorische Sachen

Solltet ihr Behördengänge zu erledigen haben, tut dies am besten in den Tagen vor Rosenmontag oder nach Aschermittwoch, sagt Ralf Peterhanwahr, Pressesprecher der Stadt Mainz. Zwischen Rosenmontag und Aschermittwoch ist in der Fastnachtshochburg Mainz Ausnahmezustand. Anreisen solltet ihr am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier gibt es Sonderfahrten der MVG. Beachtet dabei unbedingt die Sonderfahrpläne, auch für Dienstag und Mittwoch. Weitere Infos werden noch bekannt gegeben.

Oliver Mager gibt allen Fastnachtsneulingen den Tipp mit auf den Weg: „Schließt euch Leuten an und lasst euch von der guten Stimmung mitreißen.“

(rk/mm)

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