OB Ebling zum Marktfrühstück: „Würde guten Gewissens hingehen, wenn...“

Schon in wenigen Wochen könnte das erste Marktfrühstück seit Ende 2019 in Mainz stattfinden. Nicht nur die Mainzer Winzer sind optimistisch, auch Oberbürgermeister Ebling glaubt an das Comeback im Frühjahr.

OB Ebling zum Marktfrühstück: „Würde guten Gewissens hingehen, wenn...“

In der Zeit vor der Corona-Pandemie startete das Mainzer Marktfrühstück in der Regel im März. Besonders der Auftakt in die Marktfrühstück-Saison war bei vielen Mainzern beliebt. So waren es im Jahr 2019 bis zu 7000 Besucher, die am Samstagvormittag auf dem Liebfrauenplatz Wein tranken und in teils großen Gruppen zusammenstanden. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 könnte das Marktfrühstück in Mainz in diesem Jahr wieder an den Start gehen (wir berichteten). Denn am 20. März sollen die „tiefergehenden Corona-Maßnahmen“ in Deutschland abgeschafft werden.

Christina Boller-Petry, Sprecherin des Veranstalters Mainzer Winzer, hatte Ende Februar gegenüber Merkurist bereits gesagt: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dieses Jahr wieder mit dem Marktfrühstück an den Samstagen starten können.“ Sobald eine Ausschankgenehmigung vorhanden sei, stünden die Mainzer Winzer parat. Einen konkreten Termin für das erste Marktfrühstück seit 2019 gebe es aber noch nicht.

Auch Oberbürgermeister zuversichtlich

Gegenüber Merkurist hat sich nun auch der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) zum Marktfrühstück geäußert. Auch er ist zuversichtlich, dass das Samstagsevent bald wieder starten kann. „Aktuell sehen wir einen Pfad der Öffnungsschritte. Ich bin auch optimistisch, dass diese Schritte möglich sind und sehe das Zeitfenster, dass man ab April wieder größere Feste feiern kann.“

Doch ganz ohne Corona-Maßnahmen scheint das noch nicht möglich zu sein. „Man wird wohl dennoch Vorkehrungen treffen müssen, etwa, dass man die Menschenmenge entzerrt oder es bestimmte Begrenzungen gibt. Wir werden mit den Winzern und Winzerinnen kluge Konzepte finden, dass wir nicht einen ersten Markttag haben, der den Eindruck erweckt, wir werden überrannt“, so Ebling weiter.

„Ich würde selbst guten Gewissens hingehen, wenn es uns gelingt, nicht nur den einen Ort von hoher Attraktivität zu schaffen, sondern das Ganze auf mehrere Orte zu verteilen.“ - OB Michael Ebling (SPD)

Die Mainzer Winzer hätten mit dem „Weinmarathon“ beispielsweise schon ein „sehr kluges Format gefunden“, bei dem die Weinstände durch die Altstadt verteilt stehen, so Ebling. „Das fände ich sehr sinnvoll.“ Denn somit könnte verhindert werden, dass der Liebfrauenplatz zu überfüllt wird. Unter diesen Voraussetzungen könnte sich der Mainzer Oberbürgermeister auch vorstellen, selbst auf einen Schoppen vorbeizukommen. „Ich würde selbst guten Gewissens hingehen, wenn es uns gelingt, nicht nur den einen Ort von hoher Attraktivität zu schaffen, sondern das Ganze auf mehrere Orte zu verteilen.“

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