„Sternmarsch fürs Klima“ am 20. September

Weltweit und generationsübergreifend - so soll am Freitag für das Klima demonstriert werden. Unter dem Motto „Alle fürs Klima“ gehen auch in Mainz Schüler, Studenten, Unternehmen und Lokalpolitiker auf die Straße.

„Sternmarsch fürs Klima“ am 20. September

Wenn am Freitag (20. September) die „Fridays for Future“-Bewegung für die Verbesserung des Klimas demonstriert, sind erstmals nicht nur Schüler, sondern auch Eltern, Arbeitnehmer, Wissenschaftler und Unternehmen zur Teilnahme aufgerufen. Gerade in Mainz soll das zu etwas Besonderem werden.

Mainz beteiligt sich damit an einem globalen Klima-Streik, an dem Bürger aus mehr als 2000 Städten in 129 Ländern teilnehmen wollen. Anlass sind gleich zwei wichtige Termine: Zum einen tagt in Berlin das Klimakabinett der Großen Koalition und in New York beginnt ab Samstag der Weltklimagipfel.

Die Mainzer Organisatoren rufen zu einem „Sternmarsch“ auf. Das heißt, es werden drei Demonstrationen durch die Stadt zum Gutenbergplatz führen. Der erste Zug, die Hauptdemo, startet um 12 Uhr am Bahnhofsplatz und führt vorbei am Rabanus-Maurus-Gymnasium und das Schloss. Sie richtet sich vor allem an Schüler. Um 12:30 Uhr beginnt der zweite Demonstrationszug, der sich hauptsächlich an Studenten, Dozenten und andere Wissenschaftler richtet, an der Uni Mainz. Die dritte Route führt ab 12:30 Uhr vom Kasteler Bahnhof über die Theodor-Heuss-Brücke. Sie wird von „Parents for Future“ organisiert und ist für alle offen. Die Abschlusskundgebung findet auf dem Gutenbergplatz statt.

Laut Polizei Mainz kommt es zu Verkehrsbeeinträchtigungen, gerade in der Innenstadt. „Wir rechnen mit einer Teilnehmerzahl im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Veranstalter rechnen laut Stadtverwaltung mit etwa 2000 Teilnehmern.

Vegane und vegetarische Speisen in den Uni-Mensen

Auch Lokalpolitiker, darunter OB Michael Ebling und Umweltdezernentin Katrin Eder, Organisationen, Vereine und Unternehmen beteiligen sich an den Demonstrationen oder machen anderweitig auf die Aktion aufmerksam. Viele spenden an die Bewegung oder stellen ihre Mitarbeiter für die Demonstrationen frei.

So verzichtet die Biobäckerei Kaiser, die auch drei Filialen im Stadtgebiet hat, bis zum Ende des Jahres auf 50 Prozent der Netto-Einnahmen einer Verkaufsstunde (17 bis 18 Uhr). Der Erlös geht dann an die Klimaschutzbewegung. Das Unternehmen „Wiwin – Nachhaltig investieren“ schaltet seine Online-Plattform ab, wodurch keine Investitionen an diesem Tag möglich sind und es keine Einnahmen geben wird. Zudem werden die Mitarbeiter für die Demo freigestellt. Die Mitarbeiter von „N’Eis - Das Neustadteis“ beteiligen sich ebenfalls am Streik und öffnen ihre Läden erst um 15:30 Uhr. Das Studierendenwerk Mainz bietet in seinen Mensen am 20. September nur vegane und vegetarische Speisen an. Zudem wird auf Einwegverpackungen verzichtet. Auch Bundesligist Mainz 05 solidarisiert sich mit den Klima-Aktivisten. Alle Mainz-05-Mitarbeiter, die nicht in die Spieltagsarbeit involviert sind, werden an diesem Tag freigestellt, um an der Demonstration teilnehmen zu können (wir berichteten).

Auch in der Region um Mainz gibt es einige Veranstaltungen. In Nieder-Olm beginnt um 16 Uhr eine ökumenische Klimaandacht vor der Katholischen Kirche St. Georg. In Ingelheim startet eine Demonstration um 10 Uhr am Bahnhof. Auch in Wiesbaden gibt es Aktionen. Für danach ruft die Wiesbadener Organisatoren auf, sich weiter zum Bahnhof in Kastel aufzumachen, um sich mit der Demonstration in Mainz zu vereinen.

Weitere Infos zu Aktionen und dem Klima-Streik findet Ihr hier. (nl)

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