Uni Mainz: Zusatzangebot für „Corona-Erstis“

Trotz niedriger Inzidenz finden in der Johannes Gutenberg-Universität im aktuellen Semester nur wenige Veranstaltungen in Präsenz statt. Warum das so ist.

Uni Mainz: Zusatzangebot für „Corona-Erstis“

Ab Oktober sollen die Studenten an den Hochschulen und Universitäten in Rheinland-Pfalz wieder ein „weitgehend normales Wintersemester“ erleben (wir berichteten). Dann werden wohl wieder mehr Lehrformate in Präsenz stattfinden. „Der Besuch von Präsenzlehrveranstaltungen soll im kommenden Semester für Geimpfte, Getestete und Genesene, soweit es geht, wieder möglich gemacht werden“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung des Landes. Doch warum ist dies jetzt noch nicht möglich? Noch etwa einen Monat dauert das Sommersemester, die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz und Mainz ist aktuell sehr niedrig.

Wie Kathrin Voigt, Sprecherin der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität, gegenüber Merkurist mitteilt, ist das vor allem eine Frage der Planung. „Um in- und ausländischen Studierenden möglichst frühzeitig Planungssicherheit für das Sommersemester 2021 zu geben, hat das Präsidium der JGU bereits im Januar 2021 entschieden, alle verpflichtenden Studienangebote, sofern digital ersetzbar, im Sommersemester online studierbar zu machen.“ Dabei gehe es zum Beispiel um Wohnungssuche, Kosten für Miete und Lebensunterhalt, Nebenjob-Suche und Visa-Beantragung.

Diese Zusage an die Studenten halte die JGU ein – „auch wenn der Universitätsbetrieb unter Berücksichtigung der Inzidenzlage zum 7. Juni 2021 wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen konnte“, so Voigt. „Denn teils sind Studierende im Sommersemester auch aus finanziellen Gründen gar nicht vor Ort und noch nicht jede/r Studierende und Lehrende hat ein Impfangebot erhalten.“

Angebote an „Corona-Erstis“

Doch die Verbesserung der Inzidenzlage und die damit einhergehenden Lockerungen den pandemiebedingten Einschränkungen werden auch Auswirkungen auf das aktuelle Semester haben. Deshalb wird die JGU in den kommenden Wochen freiwillige Zusatzangebote in Präsenz anbieten. Diese richten sich überwiegend an „Corona-Erstis“ (Studierende des 1.-3. Semesters) – „zum Kennenlernen, zum Erleben des Campus, zur Integration in die Universität“, so Voigt.

Zudem böten viele Dozenten schon seit dem 7. Juni den Studenten freiwillige, zusätzliche Treffen in kleineren Gruppen in Präsenz an. Voigt sagt: „Die Räume sind gemäß der geltenden Hygieneregeln präpariert, Kontaktnachverfolgung ist mit der JGU-eigenen App problemlos möglich.“

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