Bei einem gemeinsamen „Nachtspaziergang“ sollen demnächst sogenannte Angsträume identifiziert werden. Dabei handelt es sich um Stellen im öffentlichen Raum, in denen sich Frauen vor allem in der Dunkelheit unsicher fühlen. Das führt dazu, dass sie sich hier nur vorsichtig bewegen oder bestimmte Orte in der Dunkelheit sogar ganz meiden.
Veranstaltet wird der Spaziergang vom Frauennotruf Mainz in der Nacht zum 1. Mai. Die Aktion soll nach Angaben der Initiative ein Zeichen setzen, Frauen sollen öffentliche Räume zurückerobern, die nachts oft als Angsträume wahrgenommen werden.
Abgelaufen werden gut besuchte Orte mit ÖPNV-Anbindung
„Wir möchten uns gegenseitig stärken und die Räume nutzen, die uns zustehen“, heißt es in der Ankündigung auf Social Media. Die Teilnehmenden treffen sich am 30. April bei beginnender Dämmerung gegen 21 Uhr. Abgelaufen werden dann gut besuchte öffentliche Orte mit direkter Anbindung an den ÖPNV. Enden wird der Spaziergang gegen 23:30 Uhr. Die Strecke wird barrierefrei sein.
Obwohl Angst in der Dunkelheit laut dem Frauennotrufs kein reines Frauenthema ist, richtet sich die Veranstaltung gezielt an diejenigen, die „von struktureller, geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen betroffen“ sind. Eingeladen seien daher auch „nicht-binäre Personen, die aufgrund gesellschaftlicher Zuschreibungen weiblich gelesen werden und dadurch ähnliche Erfahrungen mit sexistischer Diskriminierung machen“, so der Frauennotruf.
Wer an dem Spaziergang teilnehmen möchte, wird um eine Anmeldung bis zum 29. April per E-Mail an info@frauennotruf-mainz.de gebeten. Der Treffpunkt wird dann nach der Anmeldung bekannt gegeben. Die Veranstaltung wird von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Opferschutz gefördert.