Mainzer erfinden Corona-PCR-Schnelltest

Förderung durch EU

Mainzer erfinden Corona-PCR-Schnelltest

Forscher am Mainzer Frauenhofer-Institut haben einen PCR-Schnelltest entwickelt, mit dem das Corona-Virus nachgewiesen werden kann. Jetzt unterstützt die Europäische Union (EU) das Projekt mit 1,8 Millionen Euro.

Ein Prototyp des PCR-Schnelltests ist bereits entwickelt. Durch die Massenproduktion des Gerätes seien später extrem niedrige Endverbraucherkosten für den PCR-Test möglich, teilt das Institut mit. Die bisherigen PCR-Tests konnten das Virus durchschnittlich nach ein bis zwei Stunden feststellen.

Kürzlich ist es dem Team von Dr. Michael Baßler nun gelungen, ein SARS-COV-2-Nachweisergebnis in weniger als 15 Minuten zu liefern. Damit ist die PCR-Methode so schnell wie ein Antigen-Schnelltest, dabei aber wesentlich sensitiver und spezifischer.

Wie Institutsleiter Michael Maskos gegenüber dem SWR sagt, sei es das Ziel, möglichst schnell einen breit einsetzbaren und kostengünstigen Test zu entwickeln. Ein Einsatz Zuhause sei aber erst einmal nicht geplant. Im Gegensatz zu den Antigen-Schnelltests würden PCR-Tests auch genauere Ergebnisse liefern. Parallel arbeite man am Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern an einer Plattform, mit der positive Testergebnisse an Behörden übermittelt werden können.

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