Chaos am Frankfurter Flughafen: Auf was sich Mainzer nun einstellen müssen

Stundenlang warten Flugpassagiere auf ihre Koffer. Flüge werden gestrichen, es fehlt an Personal. Am größten deutschen Flughafen herrschen derzeit immense Probleme bei der Abfertigung – und das kurz vor den Sommerferien.

Chaos am Frankfurter Flughafen: Auf was sich Mainzer nun einstellen müssen

Noch knapp zwei Wochen, dann starten in Rheinland-Pfalz und Hessen die Sommerferien. Nach zwei Jahren Corona-Pause heißt es für viele: Ab in den Urlaub mit dem Flugzeug. Besonders entspannt wird die Reise voraussichtlich aber nicht werden, denn am Frankfurter Flughafen herrscht – wie an so vielen anderen deutschen Airports auch – das Chaos.

Flüge werden gestrichen, bei der Abfertigung gibt es Probleme, die Passagiere müssen oft stundenlang auf ihr Gepäck warten. Wie Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte nun mitteilte, werde die Situation noch zwei bis drei Monate anhalten, weitere Flüge müssten ausfallen, die Passagiere müssten weiter mit Unpünktlichkeiten rechnen. Mehrere Hundert Flüge seien bereits im vergangenen Monat gestrichen worden. Zudem müsse die maximale Stundenkapazität des Flughafens abgesenkt werden. Der Grund für das Chaos: ein großer Mangel an Personal. Rund 4000 Beschäftigte, vor allem aus dem Niedriglohnsektor, seien während der Pandemie gegangen, so Schulte. Sie haben sich inzwischen andere Jobs gesucht.

Suche nach neuen Mitarbeitern

Fraport sucht nun händeringend nach Mitarbeitern. Die bisherigen Neueinstellungen können die Lücke nicht füllen. Auch in der Türkei werden Menschen inzwischen angeworben. Dabei gibt es inzwischen sogar mehr Geld, etwa für das Bodenpersonal. So hatte die Gewerkschaft Verdi vor zwei Wochen durchgesetzt, dass die 3500 Beschäftigten der Frankfurter Bodenverkehrsdienstefirma FraGround 14 Prozent mehr Lohn bekommen sowie eine Einmalzahlung von 700 Euro.

„Das ist auch bitter nötig, damit die Arbeitsplätze wieder attraktiv werden“, sagte dazu Verhandlungsführer Mathias Venema. „Die Fraport-Tochter FraGround muss dringend ausreichend Personal bekommen, damit der Flugverkehr komplikationsfreier und ohne viel Warten abgewickelt werden kann.“

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