Steigt jetzt der Fluglärm in Rheinhessen?

Probebetrieb auf Start- und Landebahnen

Steigt jetzt der Fluglärm in Rheinhessen?

Mehr Fluglärm könnte rheinhessischen Kommunen ab Februar 2020 bevorstehen. Dann startet der Probebetrieb zur optimierten Nutzung von Start- und Landebahnen am Frankfurter Flughafen. Das teilt die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit.

Der Probebetrieb soll im Zeitraum vom 3. Februar bis zum 25. März 2020 täglich zwischen 6 und 22 Uhr laufen. Nötig wird er mit Blick auf die Inbetriebnahme eines dritten Terminals im Süden des Flughafens. Damit werde auch der Flugverkehr ansteigen, so die DFS. Derzeit werden für Starts und Landungen der Flugzeuge je zwei Pisten genutzt, obwohl dies prinzipiell auch auf je drei Pisten möglich wäre.

„Das neue Konzept beinhaltet nun eine nahezu gleichberechtigte Nutzung von Center- und Südpiste zum Starten und Landen mit einer entsprechend versetzten Anflugstaffelung. Die Nutzung der Landebahn Nordwest sowie der Startbahn West bleibt unverändert“, so die DFS in einer Pressemitteilung. Insgesamt solle das optimierte Betriebskonzept eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit ermöglichen. Die Nutzung der Süd- und Centerpiste für aufeinanderfolgende Starts und Landungen sei bis zur Eröffnung der Nord-West-Landebahn im Jahr 2011 am Flughafen Frankfurt bereits praktiziert worden.

„Es handelt es sich bei der neuen Nutzungsvariante nicht um ein neues Verfahren, sondern um eine neue Kombination bereits bestehender Verfahren im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses“, schreibt die DFS. Dadurch sei keine gesonderte Genehmigung erforderlich. Die konkreten Planungen wurden den Mitgliedern der Fluglärmkommission bereits präsentiert. (rk)

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