Rentner (79) feuert bei Geldübergabe mit falschem Polizisten Schuss ab

31-Jähriger mit Haftbefehl gesucht

Rentner (79) feuert bei Geldübergabe mit falschem Polizisten Schuss ab

Bei einer Bargeldübergabe mit einem falschen Polizisten am Donnerstag hat ein Rentner in Frankfurt völlig unvermittelt in den Boden geschossen. Die Polizei nahm den falschen Polizisten fest.

Gegen 13:30 Uhr hatte sich ein angeblicher Kriminalpolizist telefonisch bei dem 79-Jährigen in Fechenheim gemeldet. Er gab vor, man habe einen Einbrecher, der Mitglied einer Bande sei, festgenommen. Dabei habe man eine Liste mit möglichen Einbruchszielen der Bande bei dem Verbrecher gefunden. Darauf sei auch die Adresse des 79-Jährigen vermerkt gewesen. Unter diesem Vorwand forderte der falsche Polizist den 79-Jährigen auf, sein im Haus aufbewahrtes Bargeld an die Polizei auszuhändigen.

Der Rentner schöpfte Verdacht und informierte die Polizei. Gemeinsam plante man, die Geldübergabe zum Schein durchzuführen, damit der falsche Polizist geschnappt werden kann. Schon kurz darauf ging der 79-jährige Lockvogel unter Beobachtung der Polizei mit einer Tasche zum Treffpunkt in die Jakobsbrunnenstraße. Dann kam es plötzlich zum Handgemenge zwischen Betrüger und Rentner. Völlig unvermittelt schoss der 79-Jährige mit einer Schusswaffe in den Boden. Der falsche Polizist ergriff daraufhin die Flucht, die echte Polizei nahm ihn jedoch nach kurzer Verfolgung fest.

Es handelt sich um einen mit Haftbefehl gesuchten 31-Jährigen aus dem Ostalbkreis. Der 79-Jährige war legal im Besitz der Waffe. Warum er sie mitführte und was ihn dazu bewegte, sie abzufeuern, ist aktuell Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. (df)

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