Per EU-Haftbefehl gesucht: LKA und Bundespolizei verhaften Männer am Flughafen

Französische Behörden hatten um Unterstützung gebeten

Per EU-Haftbefehl gesucht: LKA und Bundespolizei verhaften Männer am Flughafen

Ermittler des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Bundespolizei haben am vergangenen Freitag zwei Männer am Frankfurter Flughafen festgenommen, die per EU-Haftbefehl gesucht worden sind. Das teilen das LKA sowie die Bundespolizei Flughafen Frankfurt am Mittwochvormittag mit.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hatte auf Ersuchen der französischen Behörden die Zielfahnder des Hessischen Landeskriminalamts mit der Festnahme der beiden Männer beauftragt. Die Männer im Alter von 31 und 33 Jahren waren mit EU-Haftbefehlen von den französischen Behörden gesucht worden.

Die Franzosen waren in ihrem Heimatland zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht entschied: Der 33-Jährige muss für elf Jahre ins Gefängnis – er hatte im Tonnenbereich mit Kokain und Heroin gehandelt. Der 31-Jährige wurde wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Die Männer tauchten unter. Französische Zielfahnder spürten sie dann in Mexiko auf und stellten fest, dass die Gesuchten planen, nach Deutschland einzureisen. Das Bundeskriminalamt wurde über das europäische Zielfahndungsnetzwerk ENFAST informiert und schaltete die Zielfahnder des Hessischen Landeskriminalamts ein. Am Freitag kam es dann zur gemeinsamen Aktion mit Kräften der Bundespolizei, die beide Männer direkt nach ihrer Ankunft in Frankfurt am Main festnehmen konnten.

Polizeibeamte überstellten den 31-Jährigen und den 33-Jährigen noch am Wochenende dem zuständigen Haftrichter. Die Männer warten nun in einer Justizvollzugsanstalt auf ihre Auslieferung nach Frankreich. Die Auslieferungsverfahren werden durch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main geführt.

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