Mögliche Wirkstoffe gegen das Coronavirus gefunden

Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht Forschungsergebnisse der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Mögliche Wirkstoffe gegen das Coronavirus gefunden

Mehrere bereits gegen die Viruserkrankung Hepatitis C verwendete Medikamente können möglicherweise auch gegen die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Krankheit Covid-19 helfen.

Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) durch aufwändige Berechnungen mit dem Supercomputer „Mogon II“ gekommen, der von der JGU und dem Helmholtz-Institut Mainz betrieben wird und zu den leistungsfähigsten Computern weltweit zählt.

Wie die Forscher in einer vor kurzem auf der Webseite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichten Studie beschreiben, hatten sie simuliert, wie rund 42.000 in öffentlichen Datenbanken aufgeführte Substanzen an bestimmte Proteine von SARS-CoV-2 binden und dadurch das Eindringen des Virus in den menschlichen Körper oder dessen Vermehrung hemmen.

Wie die Wissenschaftler mit mehr als 30 Milliarden einzelner Berechnungen in zwei Monaten herausfanden, binden Substanzen aus Hepatitis-C-Medikamenten mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr stark an SARS-CoV-2 und können dadurch möglicherweise Ansteckungen damit verhindern.

Auch ein in Asien bereits gegen verschiedene andere Erkrankungen verwendeter Naturstoff aus dem Japanischen Geißblatt (Lonicera japonica) könnte nach den Ergebnissen der Forscher möglicherweise sehr stark gegen SARS-CoV-2 wirken. Die Ergebnisse müssen nun durch Laborexperimente und klinische Studien überprüft werden. (mo)

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