Streik beim SWR: Nachmittagssendung muss ausfallen

SWR-Mitarbeiter streikten am Montagnachmittag für mehr Gehalt. Der Streiktag war zudem der erste Arbeitstag des neuen Intendanten Kai Gniffke.

Streik beim SWR: Nachmittagssendung muss ausfallen

„Gartenzeit“ statt „Kaffee oder Tee“: Am Montag gab es für SWR-Zuschauer statt des Nachmittagsprogramms aufgezeichnete Sendungen zu sehen. Grund dafür war der Streik von SWR-Mitarbeitern.

In Baden-Baden, Mainz und Stuttgart hatte die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter zum Streik aufgerufen. Nachdem Mitarbeiter des WDR vor einigen Wochen die Arbeit niedergelegt hatten, war es nun auch beim SWR soweit. Etwa 300 Mitarbeiter streikten an den drei Standorten. Auf Twitter schrieb der Account Verdi im Rundfunk : „Kaffee oder Tee? Weder noch! Die Kolleg*innen vom #SWR wollen nicht mehr Abwarten und Tee oder Kaffee trinken, sondern ein besseres Angebot!“

Gemeint sind unter anderem Gehalts- und Honorarerhöhungen um sechs Prozent oder mindestens 200 Euro monatlich bei einer Tarifvertragslaufzeit von zwölf Monaten. Auch die Bedingungen und die Bezahlung der Auszubildenden sollen verbessert werden.

Bisherige Verhandlungen waren bis jetzt erfolglos geblieben. Vor der vierten Tarifrunde, die am Dienstagmorgen begann, sollte deshalb der Druck besonders erhöht werden. Dafür hatten sich die Streikenden den ersten Arbeitstag des neuen Intendanten Kai Gniffke ausgesucht. Der hatte sich seinen ersten Arbeitstag vermutlich auch anders vorgestellt. (df)

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