Der Mainzer Stadtrat hat am Mittwoch (17. Juni) beschlossen, sich für das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt / Soziale Stadt“ zu bewerben. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Die Bewerbung umfasst Mombach, die Nördliche Neustadt/Hartenberg sowie der Lerchenberg. Ziel ist es, zusätzliche Fördergelder für die Entwicklung von Stadtteilen mit besonderen sozialen und städtebaulichen Herausforderungen zu erhalten.
„Mit der heutigen Entscheidung schaffen wir die Grundlage dafür, wichtige Zukunftsprojekte in unseren Stadtteilen voranzubringen und die Lebensqualität der Menschen vor Ort weiter zu verbessern“, so Sozialdezernentin Jana Schmöller. „Das Programm bietet die Chance, soziale Infrastruktur, öffentliche Räume und das nachbarschaftliche Zusammenleben nachhaltig zu stärken.“
Diese Stadtteile sollen profitieren
Die Auswahl der drei Gebiete erfolgte nach Angaben der Stadtverwaltung nach einem umfangreichen Prüfprozess. Als Grundlage dienten die Ergebnisse der Sozialraumanalyse 2023, Stellungnahmen von Fachämtern sowie Begehungen vor Ort. Erste Ideen für die drei Stadtteile gibt es ebenso bereits. Dazu gehören die Aufwertung öffentlicher Plätze und Grünflächen, die Verbesserung von Wegen, die Stärkung der sozialen Infrastruktur und eine bessere Vernetzung innerhalb der Quartiere.
Die Verwaltung will die Bewerbungsunterlagen bis zum 27. November 2026 beim Land Rheinland-Pfalz einreichen. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme in das Programm trifft das Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur. Bei einer erfolgreichen Bewerbung könnte das erste Projekt bereits 2027 starten, die weiteren ab 2028. Die Förderlaufzeit beträgt jeweils vier Jahre. Welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden, soll nach einer möglichen Aufnahme in einem Konzept festgelegt werden, in das auch Bürger sowie örtliche Gremien eingebunden werden.
Frühere Projekte zeigen Wirkung
Dass das Programm einen Mehrwert für Mainz schaffe, zeigten frühere Förderungen, so die Stadt weiter. In Mombach wurden mit den Geldern unter anderem die Hauptstraße aufgewertet, der Bolzplatz am Mahnes modernisiert und die De-La-Roche-Anlage umgestaltet. In der Neustadt entstanden durch die Umgestaltung der Boppstraße, des Bismarckplatzes sowie der Bonifaziusstraße und des Bonifaziusplatzes neue öffentliche Räume.
Auf dem Lerchenberg wurden der Spielplatz in der Fontanestraße umgestaltet und das Einkaufszentrum als zentraler Treffpunkt modernisiert. Laut Stadtverwaltung stärkt das Förderprogramm nicht nur die städtebauliche Entwicklung, sondern verbessert auch die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in den Stadtteilen.