Der katholische Bischof Peter Kohlgraf hat in seiner Osterpredigt am Samstagabend in Mainz die neuen Bestattungsformen in Rheinland-Pfalz kritisiert.
Wie der SWR zuerst berichtete, sieht Kohlgraf einen Zusammenhang darin, dass der Glaube an die Auferstehung und das ewige Leben nicht mehr für alle Kirchenmitglieder von zentraler Bedeutung sei. „Das moderne Lebensgefühl und das Verständnis des Todes spiegelt sich deutlich in neuen Bestattungsformen wider“, so Kohlgraf in seiner Predigt.
Bestattungen würden individueller und zunehmend anonymer gestaltet. Für viele Menschen sei es heute der eigentliche Inhalt ihrer Vorstellung vom Leben nach dem Tod, „einfach in den Kreislauf der Natur einzugehen“.
Seit Januar ist es in Rheinland-Pfalz erlaubt, die Asche von Verstorbenen beispielsweise im Rhein und in der Mosel oder unter einem Apfelbaum zu bestatten. In Mainz ist es bereits möglich, die Asche von Verstorbenen von einem Boot aus im Rhein verstreuen zu lassen.