Ungewöhnliche Zeichen im Himmel über Mainz - was war das?

Viele Mainzer waren am Samstagnachmittag beim Blick in den Himmel vermutlich verwundert. Sportflugzeuge hatten dort nämlich sonderbare Zeichen versprüht. Wir verraten Euch, wer dahintersteckt und was eigentlich geplant war.

Ungewöhnliche Zeichen im Himmel über Mainz - was war das?

Traumhaftes Oster-Wetter am Samstag in Mainz: Sonne satt, über 20 Grad und fast keine Wolken am Himmel. Keine Wolken? Am Nachmittag tauchten plötzlich weiße Wölkchen gut sichtbar über der Stadt auf - vergleichbar mit Kondensstreifen. Wie viele Mainzer in sozialen Medien berichteten, seien die Streifen von Propellerflugzeugen ausgesprüht worden. Die Merkurist-Leser beschreiben ihre Beobachtungen so:

Doch wer steckt hinter der Aktion? Und welche Zeichen wurden in den Himmel gesprüht? Ein Mitarbeiter des Finther Flugplatzes kann das Rätsel lösen - zumindest teilweise. Auf Anfrage von Merkurist erklärt er: „Es hat sich dabei um eine vom Luftamt Hahn freigegebene Aktion mehrerer Piloten gehandelt.“ Offenbar sei etwas schiefgelaufen, denn eigentlich hätte eine Grußbotschaft am Himmel über Mainz auftauchen sollen. Nähere Details konnte er nicht nennen, dafür aber einen Kontakt zu einem der Piloten herstellen.

Er ist der Mainzer Himmelsstürmer

Hinter der Aktion steckt der Mainzer Pilot Tim Tibo, der gemeinsam mit vier befreundeten Piloten am Samstag am Himmel über Mainz unterwegs war. Im Gespräch mit Merkurist verrät er: „Die Idee war eigentlich, ‘Frohe Ostern’ und ‘Stay Home’ sowie ‘Stay Safe’ als Schrift zu zeichnen.“ Leider habe das komplizierte System, das es dazu benötigt, an zwei von fünf Flugzeugen nicht wie gewünscht funktioniert. Das Problem: „Wir konnten während des Fluges nicht erkennen, ob alles wie geplant gelaufen ist“, erklärt Tibo.

„Wir wollten den Menschen einfach einen netten Ostergruß an den Himmel zeichnen, leider hat es nicht wie geplant funktioniert“ - Pilot Tim Tibo

Die Aktion sei mit allen entsprechenden Behörden vorher abgesprochen worden, erklärt der Pilot. Rund ein Jahr habe es von der Planung bis zur endgültigen Umsetzung gedauert. Übrigens: Was Tibo und seine Kollegen über Mainz versprühten, ist sogenanntes medizinisches Weißöl. Ein Produkt, dass in ähnlicher Form in der Pharmaindustrie oder der Kosmetikindustrie verwendet wird und die Umwelt nicht belastet: „Wir wollten den Menschen einfach einen netten Ostergruß an den Himmel zeichnen, leider hat es nicht wie geplant funktioniert“, sagt Tibo. In den nächsten Wochen will Tibo zusammen mit seinen Piloten-Freunden einen neuen Anlauf am Himmel über Mainz starten. (nl)

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