Fluglärm: Ebling und Eder fordern strengeres Nachtflugverbot

Verstöße fast jede Nacht

Fluglärm: Ebling und Eder fordern strengeres Nachtflugverbot

Da sich die Verstöße gegen das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen immer mehr häufen, fordern Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) das Land Hessen auf, das Nachtflugverbot strenger zu kontrollieren.

Demnach seien die Verspätungen einerseits auf die Eröffnung der Landebahn Nordwest, andererseits auf den Beginn des Sommerflugplans zurückzuführen. „Nach wochenlangem Ostbetrieb in Kombination mit zahlreichen Verspätungen liegen bei vielen Menschen die Nerven blank. Es ist für die Bewohner der Region nicht nachvollziehbar, dass das Nachtflugverbot fast jede Nacht ausgehöhlt wird“, so Ebling in einer Pressemitteilung. „Man könnte bei mancher Fluglinie zudem den Eindruck gewinnen, dass diese Verspätungen zugleich systematisch eingeplant sind - nicht die Ausnahme, sondern die Regel.“

Deswegen fordern Ebling und Eder gezielte Planänderungen für den Frankfurter Flughafen. „Das Land Hessen muss hier mit voller Härte gegen gerade jene Airlines vorgehen, die systematisch Verspätungen einfliegen“, sagen die Politiker und fordern, Ordnungswidrigkeiten konsequent einzuleiten.

Allerdings reiche nur dies allein nicht aus. Demnach seien die Regelungen für das Nachtflugverbot nicht verlässlich genug und würden „Schlupflöcher“ bieten, die die Airlines ausnutzen würden. „Diese Graubereiche müssen zwingend eliminiert werden, um jeglichen Missbrauch zu stoppen“, sagt der Oberbürgermeister und fordert das Land Hessen auf, „diese offenkundigen Lücken zu schließen, so dass Ausnahmen auch Ausnahmen bleiben“.

Der Beschluss zum Ausbau des Frankfurt Flughafens vom 18. Dezember 2007 lässt verspätete Starts und Landungen unter bestimmten Voraussetzungen zu. Demnach sind verspätete Landungen in der Zeit von 23 bis 0 Uhr zulässig, sofern sich die Verspätung nicht schon aus der Flugplangestaltung ergibt oder die Landung zwischen 22 und 23 Uhr geplant war und sich die Verspätung ebenfalls nicht schon aus der Flugplangestaltung ergibt.

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