So reagiert Kult-Kicker Guido Schäfer auf sein Fastnachts-Double

Sonst kennt man ihn vor allem als Angela Merkel: Bei der Mainz-05-Stadionsitzung ist der Fastnachter Florian Sitte diesmal auch in die Rolle von Kult-Kicker Guido Schäfer geschlüpft. Was Schäfer dazu sagt.

So reagiert Kult-Kicker Guido Schäfer auf sein Fastnachts-Double

Es war einer der Höhepunkte der Mainzer Stadionsitzung am Sonntag: Moderator Andreas Bockius interviewte per Live-Schalte einen völlig verkaterten Guido Schäfer. Mit Wollmütze, Zigarre, Drink und offenem Hemd haute der ehemalige Mainz-05-Spieler einen Spruch nach dem anderen raus. „Nein, ich bin nicht irgend so ein abgehalfterter Fußballstar. Ich bin der Inbegriff eines abgehalfterten Fußballstars.“ Oder: „Ich habe schon während meiner Profikarriere gesoffen wie ein Loch. Aber ich bin danach ein ganz anderer Mensch geworden. Dann hab ich festgestellt: Der andere Mensch säuft auch.“

Auf dem Podium in der Opel Arena saß allerdings nicht der echte Guido – sondern Fastnachtsstar Florian Sitte. Normalerweise kennt man ihn als Bundeskanzlerin Angela Merkel, so auch bei der diesjährigen Fernsehfastnacht „Mainz bleibt Mainz“. Nun ist Kult-Kicker Guido Schäfer sein nächstes „Opfer“.

Alte Robert-Geiss-Perücke

Die neue Rolle entwickelte Sitte extra für die Stadionsitzung. Gegenüber Merkurist sagt er: „Ich wollte nicht schon wieder die Merkel machen. Dann fiel mir ein, dass ich noch eine alte Robert-Geiss-Perücke hatte und dachte: Damit kannst du auch den Guido machen.“

Der Kult-Kicker biete sich für eine Parodie an – auch wenn seine Stimme weniger auffällig sei. „Bei Guido ist es eher, was er sagt und wie er es sagt. Einerseits ist es grandios, andererseits wundert man sich schon manchmal, was er so loslässt“, sagt Sitte und lacht. Dass Schäfer ihm die Parodie krummnehmen könnte, glaubt Sitte nicht. „Ich denke, Guido ist hart im Nehmen.“

So reagiert Guido Schäfer

Und Sitte hat Recht. Auf Merkurist-Nachfrage sagt Schäfer: „Die Parodie hat mir gut gefallen. Er hat das mit viel Liebe gemacht.“ Allerdings gebe es ein paar inhaltliche Fehler. „Ich habe schon ab und zu trainiert damals. Außerdem war ich auch nicht jeden Abend unterwegs – nur zwei Mal die Woche.“ Zudem stimme es nicht, dass er das Hemd bis zum Bauchnabel offen trage. „Entweder habe ich es zugeknöpft oder gar keins mehr an.“

Könnte es bald einen gemeinsamen Auftritt von Schäfer und seinem Double geben? Guido sagt: „Klar, er muss mich nur anrufen, dann bin ich dabei. Die härtesten Geschichten kennt ja noch keiner. Die können wir dann zusammen erzählen.“

Die Fastnacht fiel in diesem Jahr auch für Schäfer komplett aus. Der Reporter der Leipziger Volkszeitung blieb anders als sonst in seiner neuen Heimat. Weil parallel RB Leipzig spielte, konnte er auch von der Fernsehsitzung „Mainz bliebt Mainz“ nur noch die letzte Stunde anschauen. „Auch sonst gab es in diesem Jahr weder eine Feier noch einen Schoppen. Momentan gibt es einfach wichtigeres als Fastnacht.“

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