Junger Verein sucht Unterstützung

Vor sechs Jahren gründete eine kleine Gruppe Sportbegeisterter den Verein „Floorball Mainz“, der seitdem ständig wächst und besonders Kinder und Jugendliche anzieht. Jetzt startet der Verein eine Crowdfunding-Kampagne.

Junger Verein sucht Unterstützung

Zwei Tore, ein Stock und schnelle Spielzüge: Die Sportart „Floorball“ erinnert an Eishockey und wird seit einigen Jahren auch in Mainz gespielt. Im Oktober 2013 gündeten 14 Floorball-Begeisterte den Verein „Floorball Mainz“ und freuen sich seitdem über wachsende Mitgliederzahlen, gerade bei Kindern und Jugendlichen.

Eishockey ohne Eis

„Tatsächlich funktioniert Floorball wie Eishockey ohne Eis“, erklärt Sebastian Zender, Kassenwart des „Floorball Mainz“. „Der Sport entstand in den Siebzigerjahren in Skandinavien, weil die Eishockeyteams auch im Sommer trainieren wollten“. Dementsprechend ähnlich sind Spielregeln und -dynamik: Floorball wird mit einem Stock gespielt und die Mannschaften bestehen aus je fünf Feldspielern und einem Torwart.

Im Gegensatz zum Hallenhockey gehört auch der Bereich hinter den Toren noch zum Spielfeld. „Wir spielen anstelle eines Pucks mit einem Ball und weil wir nicht auf Schlittschuhen unterwegs sind, sondern die Distanzen laufen, ist das Spielfeld kleiner“, so Zender. In den vergangenen Jahren habe Floorball weltweit zunehmend an Beliebtheit gewonnen: „Seit 2017 ist die Sportart bei den „World Games“, einem Wettbewerb beliebter Sportarten, die (noch) nicht olympisch sind, vertreten“, erzählt Zender. „Und die Spiele der Floorball-Weltmeisterschaft letztes Jahr in Prag sahen mehr als 180.000 Besucher.“

Gründung und erste Erfolge

Auch in Mainz verbreitet sich der Sport: „Wir haben ‘Floorball Mainz’ im Oktober vor sechs Jahren mit 14 Mitgliedern gegründet“, erinnert sich Zender. Anfangs Unterabteilung eines anderen Vereins, ist Floorball Mainz heute ein eigenständiger Verein, der auch mit spielerischen Erfolgen aufwarten kann: Die erste Mannschaft spielt in dieser Saison in der Regionalliga. „Die Teams sind gemischt, nur in der Ersten Liga spielen die Geschlechter getrennt“, erklärt Zender.

Neben der ersten Mannschaft gibt es noch ein reines Damenteam, eine Hochschulgruppe, sowie Kinder und Jugendmannschaften für die verschiedenen Altersgruppen. Außerdem bieten mehrere Mainzer Grund- und weiterführende Schulen in Zusammenarbeit mit dem Verein Floorball als AG an. „Dadurch, dass die Sportart jung ist, haben wir natürlich auch viele junge Spieler, unsere ältesten Mitglieder sind so Mitte 30“, erzählt Zender und ergänzt: „Wir freuen uns aber auch über ältere Spieler. Jeder der Interesse hat, ist willkommen.“

Auf der Suche nach Unterstützern

Während der Verein sich weiterentwickelt hat und aus den anfänglichen 14 inzwischen etwa 110 Mitglieder geworden sind, stammt die Bande noch aus dem Gründungsjahr 2013. „Die haben wir damals für 500 Euro gebraucht aus Finnland gekauft“, erinnert sich Sebastian Zender. „Inzwischen ist sie aber instabil, voller Löcher und fällt beinahe auseinander. Nachdem wir nun in fünf Erwachsenenwettbewerben und fünf Jugendligen starten, möchten wir uns im Sommer eine neue Bande kaufen.“ Die koste inklusive Transport etwa 10.000 Euro.

„Natürlich haben wir Rücklagen, aber das ist viel Geld für einen kleinen Verein.“ Um die neue Bande dennoch finanzieren zu können, haben sich die Mitglieder für ein Crowdfunding-Projekt entschieden, an dem sich Privatspender und Unternehmen beteiligen können, um die benötigten 5000 Euro zu erreichen.

Über 2000 Euro sind dabei mittlerweile zusammengekommen, Zender und sein Verein hoffen aber auf weitere Unterstützung, da sie neben der neuen Bande auch weitere Anschaffungen planen: „Sollten wir 10.000 Euro übertreffen, gehen alle Mittel darüber direkt in die Anschaffung von weiterem Floorballequipment wie Bällen, Schlägersets für Schulen und kleinen Toren.“

Informationen über den Sport, den Verein und das Crowdfunding Projekt gibt es auf der Homepage des „Floorball Mainz“. (df)

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