Ist das Girokonto bei der Sparda-Bank bald nicht mehr kostenlos?

Bis zu 4,90 Euro müssen Kunden der Münchner Sparda-Bank ab April für das Girokonto bezahlen. Müssen auch Kunden in Mainz mit Gebühren rechnen?

Ist das Girokonto bei der Sparda-Bank bald nicht mehr kostenlos?

Keine Gebühren für Bankgeschäfte - so lief es bislang bei der Sparda-Bank München. Ab 1. April ist damit Schluss und rund 281.000 Kunden müssen für das Girokonto 4,90 Euro monatlich zahlen. Das berichtet die „Bild“. Auch für Online-Konten, die nach Aussage des Unternehmens die meisten Kunden der Münchner Bank nutzen, werden Gebühren fällig (1,90 Euro), genauso wie für Papier-Überweisungen.

Zieht nun die Sparda-Bank Südwest nach? Über 515.000 Mitglieder werden von der Genossenschaftsbank in Rheinland-Pfalz und Saarland betreut. Gegründet wurde sie vor 120 Jahren, so Pressesprecher Andreas Manthe. „Die Kontoführung war dabei immer gebührenfrei.“

Eine Einführung von Gebühren sei bislang nicht geplant. „Wir beschäftigen uns natürlich mit diesem Thema, wie die Bank auch in Zukunft ihren genossenschaftlichen Auftrag, nämlich die Förderung der Mitglieder, erfüllen kann“, sagt Manthe. Als Genossenschaftsbank stehe nicht die Gewinnmaximierung an erster Stelle. „Klar ist aber auch, diese Förderleistungen können nur erbracht werden, wenn die Bank langfristig auch existieren kann. Hier gilt es, gemeinsam mit unseren Mitgliedern zu schauen, wie besondere Leistungen in Zukunft auch angemessen bepreist werden.“

Ein Grund für die Einführung von Gebühren könnten die Strafzinsen von 0,4 Prozent sein, die bei der Bundesbank gezahlt werden müssen. Das passiert dann, wenn die Geldanlagen der Kunden als Baufinanzierung nicht wieder ausgeliehen werden können. Diese Kosten könnten dann auf die Kunden umgelegt werden. (rk)

Logo