Großbrand in Mombacher Industriegebiet - MCV-Halle gerettet

Übergreifen auf MCV-Werkhalle verhindert

Großbrand in Mombacher Industriegebiet - MCV-Halle gerettet

In der Industriestraße 50 in Mainz-Mombach ist es am Mittwochabend zu einem Großbrand in einem Hallenkomplex gekommen. Beide betroffenen Hallen wurden durch die Flammen zerstört. Das melden Polizei und Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte waren um 18:15 Uhr von einer Bürgerin alarmiert worden, die am Dach des Komplexes Rauch bemerkte. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, stand der 70 x 25 Meter große Hallenkomplex bereits in Vollbrand. In einer der Hallen befand sich der Shisha-Shop „Blubberhaus“. Kurz danach stürzte die Dachkonstruktion des vorderen Hallenteils in sich zusammen. Die Industriestraße musste für die Löscharbeiten gesperrt werden. Der Hallenkomplex konnte nicht gehalten werden und brannte vollständig nieder. In den Räumen lagerten größere Mengen Zubehör für Wasserpfeifen, insbesondere mehrere Tonnen Holzkohle, die für eine hohe Brandlast sorgten. Alle einsatzbereiten Feuerwehren aus Mainz und Umgebung waren vor Ort. Die Schadenshöhe ist bisher noch unklar.

Die Feuerwehr warnte neun Personen in der angrenzenden Werkhalle des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), die sich noch rechtzeitig und selbstständig in Sicherheit bringen konnten. Drei dieser Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Laut Notarzt vor Ort geht es den Personen den Umständen entsprechend gut. Sie bleiben aber zur weiteren Beobachtung bis zum Morgen im Krankenhaus.

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Die Einsatzkräfte versuchten von Innen und Außen, ein Übergreifen auf die MCV-Werkhalle zu verhindern. In dieser werden die Motivwagen für den Rosenmontagszug hergestellt. Die Feuerwehr richtete eine Riegelstellung zum Schutz der angrenzenden Gebäude ein. Die MCV-Halle konnte schließlich gerettet werden. Inwiefern die Motivwagen durch das Löschwasser beschädigt wurden, ist noch unklar.

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Die Rauchsäule war weit über Mainz hinaus zu sehen:

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Auch Oberbürgermeister Michael Ebling war vor Ort. Der Brandschutzdezernent machte sich ein Bild über die Lage und dankte den Einsatzkräften für die schnelle Hilfe und das Eingrenzen des Feuers auf den betroffenen Hallenkomplex. Im Merkurist-Interview gab er seine Einschätzung zur Lage ab:

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Insgesamt waren bis Mitternacht rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW und Katastrophenschutz der Stadt Mainz an der Brandstelle. Außerdem waren zwei Großtanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Wiesbaden in Bereitstellung. Während der Löschmaßnahmen wurde weiteres dienstfreies Personal hinzualarmiert, um die leeren Wachen zu besetzen und den Brandschutz in der Stadt sicherzustellen. Neben der Berufsfeuerwehr Mainz waren alle elf Freiwilligen Feuerwehren am Nikolausabend im Einsatz.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich hin, da die Glutnester von Trümmerteilen verdeckt waren und vom THW mit schwerem Gerät geräumt werden mussten. Es kann zu weiteren Geruchsbelästigungen und weiterer Rauchentwicklung an der Einsatzstelle kommen, die sich bis in den Morgen hinziehen können. Messfahrzeuge der Feuerwehren waren im Stadtgebiet unterwegs, die Messungen ergaben aber keinerlei Gesundheitsgefahren für die Anwohner.

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