Eine einsatzreiche und nach eigenen Angaben „kräftezehrende“ Silvesternacht liegt hinter der Feuerwehr Mainz. Insgesamt mussten die Feuerwehrleute zu 28 Einsätzen ausrücken, darunter mehrere größere, die zeitgleich liefen. Das meldet die Feuerwehr Mainz.
Hochhaus in Finthen geräumt
Besonders fordernd war ein Brand in einem Hochhaus im Sertoriusring in Finthen. Als die Feuerwehr eintraf, stand ein Balkon im ersten Obergeschoss bereits in Vollbrand und das Feuer hatte auf die angrenzende Wohnung übergegriffen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde das gesamte Gebäude mit 71 Bewohnern vorsorglich geräumt.
Kräfte des medizinischen Katastrophenschutzes betreuten die Betroffenen. Zwei Busse der Mainzer Verkehrsbetriebe dienten als vorübergehender Aufenthaltsort. Auf dem brennenden Balkon befand sich unter anderem eine Gasflasche, aus der bereits Gas ausströmte. Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar, eine Katze starb bei dem Brand. Den Sachschaden schätzt die Feuerwehr auf rund 70.000 Euro.
Viele Einsätze und große Dankbarkeit
Zusätzlich registrierte die Feuerwehr im Stadtgebiet elf Mülltonnenbrände sowie zwei kleinere Vegetationsbrände. Die vielen parallelen Einsätze, darunter auch ein Hallenbrand auf einem Pferdehof in Hechtsheim, führten zu einer erheblichen Belastung, insbesondere für die Freiwilligen Feuerwehren. Diese wurden zeitweise vollständig in Alarmbereitschaft versetzt. Unterstützung kam auch von den Wehren aus Alzey, Nieder-Olm und Wiesbaden.
Außerdem gab es in der Silvesternacht einige Fehlalarme, wie zum Beispiel ein gemeldeter Gasgeruch sowie ein vermeintlicher Dachstuhlbrand. Zudem gab auch kleinere Feuer. In Gonsenheim löschten die Einsatzkräfte brennende Gegenstände auf einer Dachterrasse in der Bürgermeister-Alexander-Straße mit einer Gießkanne der abwesenden Bewohner.
Die Feuerwehr Mainz bedankte sich bei allen Einsatzkräften. Angriffe auf die Helfer habe es nicht gegeben. Stattdessen sei die Bevölkerung ausgesprochen dankbar und rücksichtsvoll gewesen.