Auch für Mainz zuständig: Mutmaßliches PKK-Mitglied festgenommen

„Gebietsverantwortlicher“ mit Leitungsaufgaben

Auch für Mainz zuständig: Mutmaßliches PKK-Mitglied festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat ein mutmaßliches Mitglied der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK), das auch Verbindungen in den Raum Mainz hatte, festnehmen lassen. Die Festnahme des beschuldigten türkischen Staatsangehörigen Gökmen Ç. erfolgte am Donnerstag (2. Januar) am Flughafen Frankfurt durch die Bundespolizei.

In dem Haftbefehl wird Gökmen Ç. zur Last gelegt, dass er im Zeitraum von April 2018 bis Juni 2019 als hauptamtlicher Kader der PKK tätig war. In dieser Funktion soll er die typischen Leitungsaufgaben eines „Gebietsverantwortlichen“ sowie die eines „Regionsverantwortlichen“ wahrgenommen haben.

Zu diesen Gebieten zählten unter anderem auch die sogenannte PKK-Region Hessen, die aus den Gebieten „Frankfurt“, „Mainz“ und „Gießen“ besteht sowie die „PKK-Region Saarland“ mit den dazugehörigen sogenannten Gebieten Darmstadt, Mannheim und Saarbrücken.

Der Beschuldigte soll den ihm unterstellten „Gebietsverantwortlichen“ sowie sonstigen Kadern und Aktivisten Anweisungen gegeben und deren Ausführung kontrolliert haben. Zu diesem Zweck stand er mit ihnen in regem persönlichen sowie telefonischen Kontakt und ließ sich über die neuesten Entwicklungen informieren. Zudem wirkte er bei der Durchführung von Propagandaveranstaltungen und Versammlungen mit. Gökmen Ç. selbst war gegenüber der sogenannten Europaführung der Terrororganisation berichtspflichtig und musste deren Anweisungen befolgen.

Der Beschuldigte wurde am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnete und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat. (nl)

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