Zwischenbilanz des 15. Mainzer Oktoberfestes

Auch in diesem Jahr lockt das Mainzer Oktoberfest wieder Tausende Besucher nach Hechtsheim. Kurz vor Ende der Festtage zieht der Veranstalter eine erste Bilanz.

Zwischenbilanz des 15. Mainzer Oktoberfestes

Nachdem Oberbürgermeister Michael Ebling vor etwa zwei Wochen das 15. Mainzer Oktoberfest mit dem Bierfassanstich eröffnete, ist das Fest noch immer in vollem Gange. Insgesamt 50.000 Maß Bier sowie 5000 Haxen und Hendl gingen bis jetzt über die Theke.

Die Veranstalter des Mainzer Oktoberfests sind zufrieden. „Bisher sind wir dankbar für die ersten erfolgreichen und vor allem friedlichen Festtage“, erklärt Karl Strack, Geschäftsführer der Mainzer Messegesellschaft. Doch nicht alles scheint rund zu laufen: Einige Merkurist-Leser haben über das diesjährige Oktoberfest nicht nur Gutes zu sagen. Peter schreibt: „Ich war am Freitag dort und die Kellner, die für unseren Bereich zuständig waren, waren total überfordert! Auf mein Essen würde ich heute noch warten und die Tische waren mit leeren Maßkrügen voll, weil nichts abgeräumt wurde.“

Diese Erfahrung teilt auch ein weiterer Merkurist-Leser: „Wir konnten an zwei Tagen unsere Essenskarten zum Beispiel nicht einlösen. Freitags war der Kellner damit überfordert, wir mussten dreimal bestellen und bekamen dennoch nichts. Samstag hieß es ‘nur Getränke’!“ Auch Christian beschwert sich über den schlechten Service in diesem Jahr. Er habe noch zwei von drei Getränkemarken übrig, weil er zu langsam bedient worden sei. Er werde das Oktoberfest in Zukunft wahrscheinlich meiden.

Das sagt der Veranstalter

Einige Leser fragen sich zudem, warum die Essens- und Getränkemarken nicht an unterschiedlichen Ständen eingelöst werden können. Auf Merkurist-Anfrage äußert sich Geschäftsführer Karl Strack zu den Beschwerden so: „Trotz ausreichender Anmeldungen im Vorfeld kamen nicht die gesamten angemeldeten Kellner. So ist die „Überforderung“ der Mitarbeiter vor Ort zu erklären.“ Um diesem Problem entgegen zu wirken, sei ein zusätzlicher Bierstand zur Selbstabholung und ebenso ein Imbissstand im Zelt errichtet worden. Hier ist es laut Strack auch möglich, die Wertmarken einzulösen.

Ein weiteres Problem sei gewesen, „dass die anwesenden Kellner erhebliche Schwierigkeiten hatten durch die Gänge zu kommen“. Er appelliert deshalb an die Gäste, die Gänge freizuhalten und nach einer Essens- oder Getränkebestellung zunächst am Platz sitzen zu bleiben. „Nichtsdestotrotz haben wir mit den Servicekräften nochmals intensive Gespräche geführt, unseren Gästen in erster Linie freundlich zu begegnen“, so Strack. „Inzwischen haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, weitere Kellner zu rekrutieren und Serviceabläufe im Zelt zu optimieren.“

In diesem Jahr sei zudem die Luftfeuchte im Zelt zum Problem geworden. Ein Merkurist-Leser schreibt: „Zusätzlich fing ab etwa 22:30 Uhr ein leichter ‘Nieselregen’ unter dem Ventilator an.“ Laut Geschäftsführer Strack ist es am ersten Festwochenende sehr regnerisch gewesen, verbunden mit den feiernden Gästen sei es deshalb zu Kondenswasser-Bildung gekommen. Dem möchten sie mit zusätzlichen Luftentfeuchtern entgegenwirken, erklärt Karl Strack.

Noch bis zum 3. November findet das Mainzer Oktoberfest auf dem Hechtsheimer Messegelände statt. (df)

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