Zoff um Baustelle in Mainzer Neustadt: Anwohner erheben Vorwürfe

Anwohner im Mainzer Raupelsweg beklagen sich über Verzögerungen und mangelnde Kommunikation bei Bauarbeiten. Die zuständige Mainzer Fernwärme GmbH weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Zoff um Baustelle in Mainzer Neustadt: Anwohner erheben Vorwürfe

Die Anwohner im Mainzer Raupelsweg sind verärgert: Denn eigentlich sollten dortige Bauarbeiten offenbar schon im Dezember 2025 abgeschlossen sein. Doch auch Anfang Februar 2026 sei die Straße nach wie vor eine Baustelle. Die Anwohner werfen den Verantwortlichen nun Organisations- und Kommunikationsfehler vor.

Nach Angaben der Anwohner sei der Raupelsweg auch am Dienstag der vergangenen Woche (3. Februar) noch großflächig eingezäunt gewesen sowie ohne reguläre Parkmöglichkeiten und mit offenen Baugruben. An diesem Tag sei die Straße zudem ohne Vorankündigung komplett gesperrt worden, sodass die Ein- und Ausfahrt aus privaten Garagen nicht mehr möglich gewesen sein soll. Besonders problematisch sei, dass diese Sperrung „mehr als einen Monat nach der angeblich erfolgten Fertigstellung stattfand“, so die Sicht der Anwohner. Die Maßnahme wirke, als sei sie faktisch nie abgeschlossen worden.

Versorger: „Arbeiten weitgehend abgeschlossen“

Zuständig für die Arbeiten im Raupelsweg ist die Mainzer Fernwärme GmbH. Auf Anfrage von Merkurist weist diese die Vorwürfe zurück. „Aus unserer Sicht treffen die Anschuldigungen – wenn überhaupt – nur sehr bedingt zu“, erklärt Pressesprecher Michael Theurer. Man sei mit dem Verlauf der Arbeiten „durchaus zufrieden“. Entgegen der ursprünglichen Planung habe man es geschafft, die Straße von Ende September bis Ende Dezember fast durchgehend befahrbar zu halten – ein großer Wunsch der Anwohner wegen der Tiefgaragen.

Die Arbeiten an den Fernwärmeleitungen seien im Dezember 2025 weitgehend fertiggestellt und die Baugruben verfüllt worden, so Theurer weiter. Lediglich an einem Hausanschluss und an einer Verbindungsstelle im Grünstreifen seien noch Arbeiten offen gewesen. Diese hätten den Verkehr jedoch nicht beeinträchtigt. Die abschließenden Asphaltierungsarbeiten konnten wegen des Wetters im Dezember nicht stattfinden, da dafür bestimmte Temperaturbedingungen nötig seien.

Baustellen-Kommunikation und Dauer

Auch den Vorwurf der mangelnden Kommunikation weist das Unternehmen von sich. Man habe einem Anwohner Anfang Januar mitgeteilt, dass die Asphaltierungsarbeiten starten, sobald es die Witterung und die Kapazitäten der Baufirmen zulassen. Dies sei nun Anfang Februar der Fall gewesen. Dass es bei laufenden Arbeiten zu kurzzeitigen Sperrungen kommen kann, sei normal. In solchen Fällen könne man aber mit dem Baustellenleiter vor Ort eine Lösung finden.

Die Zufahrten zu den Tiefgaragen seien durch Stahlplatten abgedeckt und somit erreichbar. Wie lange die restlichen Arbeiten noch dauern, hänge vom Wetter ab. Im besten Fall rechnet die Mainzer Fernwärme GmbH mit ein bis zwei Wochen.