So wird „Mainz bleibt Mainz“ 2020

Am Freitag läuft die bekannteste Fernsehsitzung Deutschlands: „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“. Bei der Generalprobe im Kurfürstlichen Schloss konnten die Zuschauer schon einmal erleben, wer in der Sitzung sein Fett wegkriegt.

So wird „Mainz bleibt Mainz“ 2020

Ernste politische Themen in einem lustigen Rahmen präsentieren und dabei auf die Missstände aufmerksam machen - das macht die Mainzer Fastnacht aus. Bei der Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“ wird nicht nur die Politik-Prominenz auf die Schippe genommen: Auch die Klima-Debatte, Brexit und die Mainzer Baustellen sind in diesem Jahr Themen der politischen Fastnacht.

Zwar wird die Sendung erst am Freitagabend live im ZDF übertragen, einige Hundert Zuschauer konnten sich aber bereits am Mittwoch bei der Generalprobe ein Bild machen. Merkurist verrät Euch vorab, was die Fernsehzuschauer erwartet. Nach dem Einmarsch der Garden geht es weiter mit den Eisbären des KCK, die mit dem „Batschkapp“-Song „Meenzer Bube, Meenzer Mädcher“ für Stimmung sorgen. Als nächstes kommt Friedrich Hofmann als „Till“ auf die Bühne - und das zum letzten Mal. Er gab in diesem Jahr seinen Abschied aus der Mainzer Fastnacht bekannt.

Ein letztes Mal „Till“

„Der Scholz ist so lustig wie eine Büroklammer“, so leitet Hofmann in seiner Paraderolle zur SPD über. Doch nicht nur die Sozialdemokraten kriegen ihr Fett weg: Auch gegen Brexit-Kämpfer und Briten-Premier Boris Johnson, den „blonden Waschlappen“, teilt der Fastnachter aus. Nach weiteren Witzen über die AfD, Greta Thunberg, Annegret Kramp-Karrenbauer und Orkantief Sabine heißt es für Till aber „Auf Wiedersehn“.

Großen Applaus gibt es auch in diesem Jahr wieder für die „Schnorreswackler“, die mit einer Mainzer Interpretation des „Coldplay“-Songs „Viva La Vida“ im Saal des Kurfürstlichen Schlosses für Stimmung sorgen. Als Zugabe singen sie „We love Meenz am Rhoi“ auf die Melodie des „Queen“-Hits „We Will Rock You“, mit dem sie das Publikum von den Stühlen holen.

Zweiter Auftritt der „Moguntia“

Johannes Bersch teilt auch in seinem zweiten Jahr als Bühnenfigur „Moguntia“ gegen Obermessdiener Andreas Schmitt und die Mainzer Hofsänger aus: „Die Brücke ist wieder belastbar, jetzt dürfen der Obermessdiener und die Hofsänger wieder gemeinsam drüber fahren.“ Doch nicht nur Mainzer Baustellen sind bei ihm Thema. „A wird nicht KK, Friedrich werde dann Kanzlerkandidat, also FKK - dann muss er endlich mal die Hosen runterlassen.“

Obermessdiener und Greta

Auch Florian Sitte als Greta Thunberg und Andreas Schmitt als Obermessdiener liefern wieder stark am Rednerpult ab. Schmitt spart bei seinem Rundumschlag auch nicht die AfD aus und erklärt, dass man „unsere Kinder vor ihnen schützen muss“ und, dass sie uns in Mainz „nicht die Freiheit nehmen“. Die NS-Zeit sei „Völkermord und kein Vogelschiss in der deutschen Geschichte“ gewesen. Für diese Aussagen erntet er minutenlangen Applaus und Zustimmung aus dem Publikum. Sitte greift auch ein aktuelles Thema aus der Lokalpolitik auf: den Ausgang der „OB-Wahl“. So hätten bei der Mainzer OB-Wahl ein „falscher Hase“, ein „grüner Laubfrosch“ am Ende gegen einen „besoffenen Flamingo“ verloren.

Für Lacher sorgt Obermessdiener Schmitt aber auch mit seiner Interpretation des „Parship“-Werbeslogans. Aus „alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship“ wurde „alle 11 Minuten verliebt sich ein Meenzer in seinen Schoppe“. Er „paarschoppe jetzt“.

Thomas Neger und Margit Sponheimer

Für die musikalischen Highlights des Abends sorgen Thomas Neger und seine Humbas, die den Fastnachtsklassiker „Im Schatten des Doms“ gemeinsam mit dem Mainzer Domchor performen (wir berichteten).

Auch Margit Sponheimer lässt es in ihrem 7 x 11. Jubiläumsjahr richtig krachen: Begleitet vom Männerballett der Mainzer Prinzengarde singt sie ihre besten Hits für das Publikum.

Die Sitzung endet traditionell mit den Mainzer Hofsängern, die unter anderem den Hit „Olé Olé Fiesta“ singen.

Weitere Programmpunkte: Jürgen Wiesmann als „Wellnesser“, Sabine Pelz als „Chefhostess der Stadt Mainz“, Martin Heininger und Christian Schier als „Schnut-Tube“, Adi Guckelsberger als „Nachtwächter“ , Lars Reichow und die Tanzformation „Fantasy“ des TSV Schott Mainz. (pk/df)

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