Das sagen Zuschauer über „Mainz bleibt Mainz“

Die Ereignisse in Hanau haben ganz Deutschland erschüttert. Auch an der Mainzer Fastnacht ist das Thema nicht vorbeigegangen: Die Redner in der Fernsehsitzung bezogen in ihren Vorträgen Stellung und begeisterten damit ihre Zuschauer.

Das sagen Zuschauer über „Mainz bleibt Mainz“

Kokolores, Mainzer Lieder und politisch-literarische Vorträge - das macht die Mainzer Fernsehfastnacht aus. Auch in diesem Jahr präsentierten die Mainzer Fastnachtsvereine wieder ein Programm, das bei den meisten Zuschauern gut ankam. Ein Grund dafür: Die Redner und auch das Komitee ließen die Geschehnisse in Hanau nicht außer Acht und änderten kurzer Hand ihre Reden. Dafür gab es besonders in den sozialen Medien, aber auch im Saal Zustimmung und Applaus. Wir haben einige Reaktionen auf die Fernsehfastnacht gesammelt.

Lob im Netz

Bei den Faceboook- und Twitter-Nutzern kam die diesjährige „Mainz bleibt Mainz“- Sitzung gut an. Facebook-Userin Claudi schreibt: „Selten so gelacht. Bestes Mainz bleibt Mainz ever -kurzweilig und brillante Beiträge.“ Auch Nutzerin Ilse stimmt dem zu: „Eine der besten Sitzungen seit langem. Super.“ Facebook-Userin Ulla war ebenfalls begeistert von der Sendung: „Das war eine gelungene Mischung aus Kokolores und politisch-literarischen Beiträgen! Hervorzuheben sind dabei der emotionale Auftritt von unserm Maggidsche und der Vortrag von Johannes Bersch, der ein wenig an Jürgen Dietz erinnert.“ Userin Ursula sei für die Sitzung sogar extra um drei Uhr nachts aufgestanden, um die Sitzung live zu sehen, schreibt sie. Sie sei nicht enttäuscht worden.

Gefeierter Obermessdiener

Besonders der Vortrag des Obermessdieners Andreas Schmitt wurde in den sozialen Medien heftig diskutiert - und das im positiven Sinne: So schreibt Twitter-Nutzer Sven: Unser Obermessdiener mit bestem Klartext gegen Rechts. Highlight wie immer bei ‘Mainz bleibt Mainz’. Auch User Michael schreibt: „Und jedes Jahr wieder treibt mir der Obermessdiener Tränen in die Augen. Chapeau und tiefe Verneigung.“

Der Obermessdiener griff in seiner Rede die aktuellen Entwicklungen auf. „Die Demokratie wird triumphieren, dieses Land werdet Ihr niemals regieren“ - mit diesem Statement sorgte er nicht nur im Saal für Applaus und minutenlange Standing Ovations, auch auf Facebook und Twitter wird er dafür gefeiert. Simone schreibt: „Politische Fassenacht erster Güte. Danke, Andreas Schmitt, und ein dreifach donnerndes Helau nach Meenz!“. „Auch Andreas Schmitt und Lars Reichow nutzen die ‘Mainz bleibt Mainz’ Bühne, um den Opfern rechtsterroristischer Angriffe zu gedenken und AfD-Vertreter scharf zu kritisieren - und schaffen den Spagat zum Humor, ohne dass es respektlos wirkt“, kommentiert Twitter-Nutzerin Ida.

Doch auch an vielen Prominenten ist die Rede des Mainzers nicht vorbeigegangen. YouTuber Rezo twittert: „Wenn die Lines an Karneval mehr hitten als die Lines der halben Deutschrap-Szene. Nicer Typ.“ Auch Jan Böhmermann teilte die Rede des Obermessdieners auf seinem Twitter-Account.

Gerade dass die Redner den Anschlag in Hanau aufgriffen, gefiel vielen Nutzern. Redner wie Andreas Schmitt und „Till“ haben ihre Vorträge mit Aussagen zu den Morden in Hanau ergänzt und ernten dafür Applaus: „Selten so eine tolle Fernsehsitzung gesehen und dass sie mein Hanau mit eingebunden haben. Danke“, schreibt Facebook-Nutzerin Christel.

Schnelligkeit als Kritikpunkt

Doch auch wenn viele Zuschauer die Sendung lobten - es gab auch Kritik. Einigen Nutzern missfiel vor allem die Schnelligkeit der Sendung. Norbert schreibt auf Facebook: „Es war eine tolle Sitzung, aber dieser Zeitdruck.... und Schnelligkeit vom Programm - das passt nicht zu der Sitzung. Schade, schade“. Auch Susanne kritisiert eine „Sendung wie am Fließband“. „Zugaben können nicht gemacht werden, weil alles im Schnelldurchlauf passieren muss“, schreibt Nutzer Chriss.

Mehr als 5,46 Millionen Zuschauer die Fernsehsitzung im ZDF (wir berichteten). Damit sank die Quote der Fastnachtssitzung im Vergleich zum Vorjahr zwar, „Mainz bleibt Mainz“ wurde aber trotzdem Tagessieger. (nl)

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