SWR-Doku zeigt Alltag von Polizisten im Nachtdienst

Viele Einsätze, zu denen die Mainzer Polizei nachts gerufen wird, bekommt man normalerweise nicht mit - bis jetzt. Für eine neue SWR-Doku wurden Mainzer Polizisten bei ihrer Arbeit begleitet. Bei Einbrüchen, Fahndungen, aber auch ungeklärten Morden.

SWR-Doku zeigt Alltag von Polizisten im Nachtdienst

Mitten in der Nacht mit Blaulicht durch die Mainzer Innenstadt. Los zum nächsten Einsatz. Eine Schlägerei vor einem Mainzer Club, eine Leiche in einer Wohnung: Was klingt wie ein Film, ist für die Beamten der Mainzer Polizei im Nachtdienst Alltag. Immer mit dabei - die Angst. „Angst ist in meinem Job wichtig, weil die Routine tödlich sein kann“, sagt einer der Beamten, die der SWR für die neueste Doku „Nachtstreife“ begleitet hat. Wie der Arbeitsalltag im Nachtdienst aussieht, das wird in sechs Folgen gezeigt.

Kamerateam als stetiger Begleiter

Über sechs Monate und 34 Nachtschichten hinweg hat das Kamerateam die Polizisten begleitet - und das bei allen möglichen Einsätzen. Dies zu genehmigen, das war für Polizeipräsident Reiner Hamm zunächst keine leichte Entscheidung: „Es hat Überwindung gekostet und es gab am Anfang große Zurückhaltung. Mit dem Ergebnis sind wir aber sehr zufrieden. Wie der Arbeitsalltag rübergebracht wird, das ist sehr authentisch.“ Dies kommt vor allem durch die große Nähe zu den Polizisten. „Uns war es wichtig, in die Lebenswirklichkeit der Polizisten reinzugehen. Die Arbeit der Polizei sieht man sonst eher von außen, umso spannender ist es, dass wir mit der Serie die Chance haben, den Alltag der Polizisten im Nachtdienst zu erleben“, erklärt ein Verantwortlicher des SWR. Es sei mehr oder weniger ein Blick hinter die Uniform.

„Das Zwischenmenschliche spielt bei unserer Arbeit eine große Rolle.“ - Dominic Gillot, Kriminaloberkommissar

Protagonisten sind nicht etwa Schauspieler, sondern Kollegen aus dem Kriminaldauerdienst, der Schutz- und auch der Autobahnpolizei. „Es zeigt auch das Miteinander der Kollegen. Das Zwischenmenschliche spielt bei unserer Arbeit eine große Rolle. Man hat lange Strecken und lange Dienste gemeinsam“, sagt Dominic Gillot, Kriminaloberkommissar.

Er wird in der ersten Folge gemeinsam mit seinem Kollegen Nils Neuhaus bei einem Einsatz begleitet. Sie wurden zu einem Einsatz gerufen, bei dem ein Mann tot in seinem Bad vorgefunden wurde. „Wenn es aussieht, als wäre die Person nicht einfach so gestorben, werden wir dazu geholt. Wir versuchen dann herauszufinden, was der Grund für den Tod der Person war“, so Gillot. In der Doku ist dieser Moment zu sehen - und zwar genau so, wie ihn auch die Beamten erleben: die Ankunft am Tatort, die Leiche und der Beginn der Ermittlungsarbeiten.

In der neuen SWR-Doku bekommt man einen Blick hinter die Kulissen und einen Einblick in die Arbeit der Polizei. Zu sehen ist der erste von sechs Folgen am Mittwoch, 14. Oktober, um 20:15 Uhr im SWR. Danach werden die 50 Minuten langen Folgen jeweils donnerstags um 21 Uhr gezeigt. Die Folgen 1-4 sind bereits in der ARD-Mediathek verfügbar. (df)

Logo