SWR-Doku begleitet Flüchtlinge auf dem Weg zum Busfahrer

30-minütige Dokumentation zu MVG-Nachwuchs

SWR-Doku begleitet Flüchtlinge auf dem Weg zum Busfahrer

Bei vielen steht der Beruf des Busfahrers nicht unbedingt oben auf der Wunschliste. Das merkt auch die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), der schon seit einiger Zeit Nachwuchskräfte fehlen. Den Job des Busfahrers möchte in Mainz offenbar niemand mehr machen. Der SWR hat nun eine Dokumentation in der Reihe „Mensch Leute“ veröffentlicht, bei der ein Ausbilder für Busfahrer und seine Schützlinge begleitet wurden. Viele der Auszubildenden sind Geflüchtete, denn die MVG kam 2015 auf die Idee, Nachwuchskräfte in Flüchtlingsunterkünften anzuwerben - und das offenbar mit Erfolg.

Peter Frenz, der Protagonist der Doku, ist Ausbildungsleiter bei der MVG. Seine Auszubildenden kommen aus Afghanistan, dem Iran, Somalia und Syrien. Fehlende Deutsch-Kenntnisse, der rheinhessische Dialekt, deutsche Werte wie Pünktlichkeit und das Verkehrssystem sind nur einige der Herausforderungen, die die Azubis erwarten. Auch die Berufsschule verlangt ihnen viel ab. Dort werden sie außerdem in BWL, Sozialkunde und Routenplanung unterrichtet - und das oft auch an praktischen Beispielen, wie einem Rollenspiel zwischen einem genervten Fahrgast und dem Busfahrer. „Es war auch für mich schwer, mich auf das alles einzustellen. Das ist für mich auch ein tägliches Lernen“, sagt Frenz über seinen Arbeitsalltag.

Die SWR-Dokumentation nimmt aber auch die Auszubildenden, ihr Heimweh und ihre Schicksale in den Fokus. So zum Beispiel Bisher Tshalabi aus Syrien. Er hat schon zwei Jahre seiner Ausbildung hinter sich, überlegt aber abzubrechen. Das liegt vor allem an der Berufsschule, die ihn vor große Herausforderungen stellt. Oder aber Hosein Ayan Kherabadi aus dem Iran, der bald seine Abschlussprüfung, seiner Aussage nach die „wichtigste seines Lebens“, schreiben wird.

Die gesamte Doku könnt Ihr hier sehen:

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