Welcher Supermarkt in Mainz will seine Parkplätze vermieten?

Bei Netto können nach Geschäftsschluss die markteigenen Parkflächen genutzt werden, um dem Parkplatzmangel in der Stadt entgegenzuwirken. Aber wie stehen andere Supermarktketten zu der Idee?

Welcher Supermarkt in Mainz will seine Parkplätze vermieten?

Die Parkplatzsuche in Mainz kann sich oft mühsam gestalten. Dabei könnten Supermärkte eine Abhilfe schaffen, indem sie ihre Parkplätze nach Ladenschluss vermieten. Merkurist-Leser Paul fragt in seinem Snip, warum sich Supermärkte vor einem solchen Konzept scheuen. Bereits in den Kommentaren wird auf das Projekt Feierabendparken des Discounters Netto verwiesen.

Über den Service „Feierabendparken“ von Netto berichtete Merkurist bereits im Juli. Dabei vermiete der Supermarkt nach Geschäftsschluss die Parkplätze seiner Filialen, um Nachbarschaften zu entlasten und Parkmöglichkeiten nutzbar zu machen, die ohnehin schon vorhanden sind. Auf Anfrage teilt Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount, mit, dass das Angebot bisher vielerorts gut angenommen werde und Netto plane, das Feierabendparken künftig auszuweiten. Der Service habe bundesweit in rund 150 Filialstandorten gestartet und wurde seitdem bereits auf 200 erweitert.

Was andere Supermärkte planen

Haben andere Supermärkte vor, ähnliche Konzepte einzuführen? Auf Merkurist-Nachfrage antwortet Anja Loewe, Head of Communication der Rewe Group: „Eine flächendeckende Einführung von Modellen wie Anwohner- oder Feierabendparken ist derzeit nicht vorgesehen und würde einige Herausforderungen mit sich bringen.“

Ein deutliches Hindernis sind laut Loewe die sich unterscheidenden Parkplatzstrukturen durch die genossenschaftliche Struktur der Märkte. Häufig sei es der Fall, dass die Filialen sowie die selbstständigen Kaufleute selbst nur Mieter der Parkplätze sind, womit eine weitere Vermietung nicht zu vereinbaren sei. Auch, so erklärt Loewe, müssten Fragen zur genauen Regelung eines solchen Angebots sowie zur Verkehrssicherheit geklärt werden. Außerdem hätte Rewe bei Langzeitparkern mit Umsatzverlusten zu rechnen.

Die Supermarkt-Kette Kaufland ist laut Annegret Adam, Pressesprecherin von Kaufland, gerade dabei, seine digitale Parkraumbewirtschaftung schrittweise voranzutreiben. Dabei werde auch an den einzelnen Standorten geprüft, ob Potenzial für die Nutzung der Parkflächen außerhalb der Öffnungszeiten des jeweiligen Marktes besteht.