Wie ein Fußballspiel in Mainz an die Opfer des Nationalsozialismus erinnerte

Zum Abschluss der Mainzer Erinnerungswochen trat der FC Ente Bagdad gegen die Nationalmannschaft wohnungsloser Menschen an.

Wie ein Fußballspiel in Mainz an die Opfer des Nationalsozialismus erinnerte

Zum Abschluss der Mainzer Erinnerungswochen 2026 hat am Samstag ein besonderes Fußballspiel stattgefunden. Wie die Organisatoren mitteilen, trafen in der Mainzer Enten Arena der FC Ente Bagdad und die Deutsche Nationalmannschaft wohnungsloser Menschen aufeinander.

Die Veranstaltung stand im Zeichen jener Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“ ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Dazu zählten unter anderem Obdachlose, Arme und sozial an den Rand gedrängte Menschen, deren Leid lange nicht öffentlich gewürdigt wurde.

Reden und faires Spiel

Vor dem Anpfiff erinnerten Gedenkreden an die Bedeutung von gesellschaftlicher Verantwortung und gelebter Solidarität. Zu den Rednern zählten Thomas Bergmann, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Staatsministerin Doris Ahnen, Oberbürgermeister Nino Haase sowie Jari Trabert vom Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland e. V.“.

Die beiden Mannschaften trennten sich mit einem leistungsgerechten 2:2. Geleitet wurde die Begegnung vom Schiedsrichtergespann um Robert Hoffmann. Laut den Veranstaltern machte der Tag deutlich, wie Sport Menschen verbinden und gesellschaftliche Brücken bauen kann.